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- 29.07.2004 -

 

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Stadtpflanzen sind länger grün

Die wärmeren Temperaturen in der Stadt bescheren den Pflanzen dort eine deutlich längere Wachstumsperiode.

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(jkm) - Wenn die Luft über dem Asphalt flirrt, machen Eisverkäufer Rekordumsätze. Und auch Pflanzen können von dem Wärmespeicher Stadt profitieren, haben Bostoner Geographen anhand von Satellitenaufnahmen ermittelt. Die erhöhten Stadttemperaturen bescheren der Vegetation demnach eine deutlich längere Wachstumsperiode.

Der Effekt verlängert die Spanne zwischen dem Knospen im Frühling und dem Blattwurf im Herbst um bis zu 15 Tage, berichten die Forscher um Xiaojang Zhang von der Boston University im Fachblatt "Geophysical Research Letters". Zudem macht er selbst in zehn Kilometern Entfernung vom Stadtrand noch bemerkbar.

Asphalt, Beton, Stahl und Abgase tragen dazu bei, dass Städte Wärme speichern und verzögert wieder abstrahlen. Frühere Untersuchungen hatten gezeigt, dass es im Umfeld dieser "Wärmeinseln" häufiger zu Gewittern, dafür jedoch seltener zu Frost kommt. Zhang und seine Kollegen werteten nun Daten der MODIS-Instrumente (Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer) an Bord der NASA-Satelliten Aqua und Terra aus, um die Vegetationsperiode im Umkreis von 70 Städten im östlichen Nordamerika zu bestimmen.

Aufgrund der erhöhten Temperaturen treiben die Pflanzen im Frühling bis zu sieben Tage früher aus und gehen im Herbst bis zu acht Tage später in den Ruhezustand über, fanden die Forscher. Mit jedem Anstieg der Durchschnittstemperatur um ein Grad Celsius beginnt die Vegetationsperiode demnach drei Tage früher. Weder die Temperaturerhöhung noch die zeitliche Verschiebung sind abhängig von der Größe der jeweiligen Stadt. Dagegen hängt es sehr wohl von der bebauten Fläche ab, wie weit der Einfluss einer Stadt in das Umland reicht.

 


© ArtToday

Auch Pflanzen profitieren vom Wärmespeicher Stadt.

 

 Mehr Informationen:

Mikroklima in Städten

Stadtklima - Urban climate

 

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