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- 13.07.2004 -

 

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Medizin aus der Pflanzenfabrik

Europäische Wissenschaftler wollen mit Hilfe gentechnisch veränderter Pflanzen Impfstoffe und Medikamente gegen Aids, Tollwut, Diabetes und Tuberkulose herstellen.

(vv) - Ein europäisches Forschungskonsortium will in den kommenden fünf Jahre Strategien zur kostengünstigen Produktion von Pharmazeutika in genetisch veränderten Pflanzen entwickeln. Die Europäische Kommission hat dem "Pharma-Planta"-Konsortium aus elf europäischen Ländern und Südafrika ein Forschungsprojekt über 12 Millionen Euro bewilligt. Ziel des Projekts ist es, Impfstoffe und Medikamente zur Behandlung der wichtigsten Krankheiten wie Aids, Tollwut, Diabetes und Tuberkulose zu produzieren. Der Sicherheit von Mensch und Umwelt werde hierbei ein besonderer Schwerpunkt eingeräumt. Dies teilte das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (IME) am Dienstag mit.

Der Fokus des Projekts liegt in der Bereitstellung sicherer und kostengünstiger Medikamente für einige der schlimmsten Humankrankheiten. In Kuba werde seit kurzem ein ähnlicher Ansatz zur Produktion von Antikörpern verfolgt, um Hepatitis-B-Impfstoffe bereitzustellen. Das Pharma-Planta-Projekt will dieses Konzept eine Stufe weiter verfolgen und Impfstoffe oder Medikamente direkt in den Pflanzen produzieren.

Das Potenzial dieses Ansatzes sei enorm, da Pflanzen kostengünstig angebaut werden könnten. Wenn diese gentechnisch so verändern würden, dass sie die genetische Information für ein Medikament enthielten, könnten große Mengen an Impfstoffen oder Pharmazeutika zu niedrigsten Preisen produziert werden. Potenzielle Kandidaten zur Produktion von Medikamenten und Impfstoffen sind Mais- und Tabakpflanzen.

 


© Fraunhofer IME

Transgene Tabakpflanzen werden unter sterilen Bedingungen herangezogen.

 

 Mehr Informationen:

Fraunhofer IME

 

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