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- 07.07.2004 -

 

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Krebs ist "moderne" Krankheit

Noch im 19. Jahrhundert war Krebs eine eher seltene Krankheit, zeigt die Untersuchung bis zu 7.300 Jahre alter Skelette durch kroatische Forscher.

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(jkm) - An lediglich vier Skeletten fanden die Mediziner und Archäologen Spuren von Knochenkrebs. Hauptgrund für die geringe Häufigkeit ist vermutlich die niedrige Lebenserwartung in der Vergangenheit.

Mario Slaus von der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Zagreb und seine Kollegen untersuchten 3.160 Skelette auf Spuren von Tumoren. Die menschlichen Überreste decken den Zeitraum von 5.300 vor Christus bis ins 19. Jahrhundert unserer Zeit ab und stammen aus archäologischen Fundstätten in Kroatien. Slaus und Kollegen begutachteten Form und Oberfläche der Knochen und fertigten zudem Röntgenaufnahmen und Computertomogramme an.

Wie die Forscher auf dem europäischen Krebskongress in Innsbruck berichten, fanden sie zahlreiche Belege für Infektionskrankheiten wie Syphilis, Lepra und Tuberkulose. Jedoch wiesen nur vier Skelette - von Personen im Alter von etwa 3 bis 60 Jahren - Spuren unterschiedlicher Knochentumoren auf. In allen Fällen habe es sich um primäre Knochentumoren gehandelt, die zwar sehr selten seien, jedoch meist in jungen Jahren aufträten. Im hohen Alter relativ häufige Sekundärtumoren seien nicht aufgetreten. "Dies erklärt sich wahrscheinlich durch die Tatsache, dass das durchschnittliche Sterbealter bei 35,6 Jahren lag", erläutert Slaus.

"Der Wechsel von 'alten' zu 'modernen' Krankheiten kann als Teil der Entwicklung der Gesellschaft angesehen werden", so der Archäologe weiter. "Ebenso wie im Falle der 'alten' Krankheiten können wir jedoch viel gegen den 'modernen' Krebs tun, indem wir die Menschen über die Risikofaktoren aufklären und sie zu einem gesunden Lebenswandel ermuntern."

 

 Mehr Informationen:

Archaeological Museum Zagreb

Krebsinformations- dienst

 

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