Acrylamid in Kartoffelchips: Belastung verringert
Die meisten Kartoffelchips enthalten deutlich
weniger Acrylamid als noch vor einem Jahr.
(aid) - Ein Großteil der Paprikakartoffelchips, die die
Verbraucherorganisation foodwatch nun zum vierten Mal in einem
Reihentest untersuchte, enthielt deutlich weniger Acrylamid als
noch vor einem Jahr. Diese Schlussfolgerung lässt sich aus
einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung der Verbraucherorganisation
foodwatch ziehen. In neun von elf Proben sanken die Gehalte im
Vergleich zum Frühjahr 2003 deutlich ab. Mit einer Ausnahme,
dem Produkt eines Belgischen Herstellers von Bio-Chips, lagen
alle untersuchten Proben unterhalb des vom Bundesamt für
Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) festgelegten
Signalwertes von 1.000 Mikrogramm pro Kilogramm.
Zwar weisen die Werte der einzelnen Produkte auch Schwankungen
auf, aber diese sind zum großen Teil Rohstoff bedingt. Werden
Kartoffelchips im Frühjahr aus gelagerten Kartoffeln hergestellt,
so bildet sich mehr Acrylamid, da sich durch die Lagerung die
Inhaltsstoffe der Kartoffeln verändern. Die deutlich geringeren
Acrylamidgehalte zeigen nach Ansicht des aid Infodienstes, dass
das auf einer freiwilligen Vereinbarung zwischen Herstellern und
Behörden in Deutschland beruhende Minimierungskonzept durchaus
Wirkung hat. Da es noch keine europäische Regelung gibt,
sind ausländische Hersteller daran allerdings nicht gebunden.
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