Babys: Vielsagendes Geschrei
Ob ein Kind später einmal nur mit Schwierigkeiten
sprechen lernt, lässt sich unter Umständen schon an
seinem Schreien erkennen.
Hamburg (vv) - Wie das Magazin "GEO" in seiner Juli-Ausgabe
berichtet, verändern sich die frühesten Äußerungen
von Babys, ihre Weinlaute, in den ersten Lebenswochen in spezifischer
Weise. Die so genannten "Schreimelodien" entwickeln
sich normalerweise von einfachen, einbögigen zu doppel- und
mehrbögigen Mustern. Fehlten zum Beispiel bei einem vier
Wochen alten Säugling die doppelbögigen Strukturen,
könne dies ein Zeichen für eine Entwicklungsstörung
und ein Hinweis auf die in der Folgezeit gehemmte Sprachentwicklung
sein. Je variantenreicher dagegen das Weinen, etwa vor einer Mahlzeit,
umso besser sei das Kind entwickelt.
Unter Berufung auf Kathleen Wermke, medizinische Anthropologin
an der Universität Würzburg, berichtet GEO, dass sich
die Strukturanalyse des Babygeschreis möglicherweise so verbessern
lässt, dass schon frühzeitig auf etwaige hirnphysiologische
Schäden geschlossen werden kann.
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