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- 23.06.2004 -

 

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Deutsche besorgt über Chemikalien im Blut

82 Prozent der Deutschen sind nach einer Studie des WWF besorgt über die Anreicherung von Chemikalien im Körper von Menschen und in der Umwelt.

(vv) - 82 Prozent der Deutschen sind besorgt darüber, dass sich synthetische Chemikalien im menschlichen Organismus und in der Umwelt anreichern, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IPSOS im Auftrag der Umweltstiftung WWF ergab. Der WWF forderte eine konsequente Reform der EU-Chemikalienpolitik.

Für die repräsentative Umfrage wurden über 6.000 Menschen aus den sechs bevölkerungsreichsten Ländern der EU, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen und Spanien befragt. Mehr als jeder dritte Europäer (39%) ist der Umfrage zufolge "sehr besorgt" über die Anreicherung von Chemikalien im Körper von Menschen und in der Umwelt. Weitere 44 Prozent äußerten sich "etwas besorgt" darüber. 69 Prozent der Europäer würden außerdem einen Euro mehr pro Jahr für alltägliche Haushaltsgüter ausgeben, wenn die chemische Industrie mit diesem Geld die gefährlichsten Chemikalien durch harmlosere Alternativen ersetzen würde.

Giftige Weichmacher in Medizinprodukten?

In ganz Europa würden Krankenhauspatienten, darunter auch besonders empfindliche Neugeborene, unnötig den Gefahren des Weichmachers DEHP (Di-ethyl-hexyl-phthalat) ausgesetzt. Das ist das Ergebnis einer Studie, die der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zusammen mit der internationalen Gesundheitsorganisation Health Care without Harm (HCWH) vorgelegt hat.

Der Schadstoff sei in medizinischen Produkten aus PVC wie Infusionsschläuchen und Blutbeuteln enthalten und könne den Hormonhaushalt und die Fortpflanzungsfähigkeit des Menschen schwer stören. BUND und HCWH fordern, dass die EU-Richtlinie für medizinische Produkte geändert wird und giftige Weichmacher nicht mehr verwendet werden dürfen, wenn Alternativen vorhanden sind.

 

 Mehr Informationen:

Chemikalien-Kampagne der Umweltstiftung WWF

BUND-Kampagne für eine vorsorgende europäische Chemikalienpolitik

Zusammenfassung der Studie von BUND und HCWH (pdf)

vista verde: Umweltgifte

 

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