Was die "biologische Uhr" geschlagen hat
Das Volumen der Eierstöcke zeigt an, wie
weit die biologische Uhr einer Frau bereits abgelaufen ist.
(jkm) - Durch eine Ultraschalluntersuchung kann demnach ermittelt
werden, wie viele Eizellen noch in den Eierstöcken vorhanden
sind. Entsprechende Resultate präsentieren zwei schottische
Forscher im Fachblatt "Human Reproduction".
"Die genaue Einschätzung der Eierstock-Reserve wird
die Betreuung von Frauen, die eine assistierte Empfängnis
wünschen, revolutionieren", sind Hamish Wallace von
der University of Edinburgh und Thomas Kelsey von der University
of St. Andrews überzeugt. Auch Frauen, die in jungen Jahren
eine Krebstherapie erhalten hätten oder aus persönlichen
oder beruflichen Gründen ihre Familienplanung verzögern
wollten, könne nun besser geholfen werden.
Besitzt eine Frau bei ihrer Geburt noch etwa 700.000 Eizellen,
nimmt diese Zahl im Laufe der Zeit rasch ab. Der Rückgang
beschleunigt sich sogar, sobald die Zahl etwa im 37. Lebensjahr
auf etwa 25.000 Eizellen gesunken ist. Und finden sich in den
Eierstöcken nur noch etwa 1.000 Eizellen, meist um das 51.
Lebensjahr herum, steht die Menopause bevor. Wallace und Kelsey
werteten nun Daten früherer Studien aus, die die Zahl der
Eizellen und das Volumen der Eierstöcke zu unterschiedlichen
Zeitpunkten ermittelt hatten. Dabei fanden sie einen klaren Zusammenhang
zwischen beiden Parametern.
"Wir haben gezeigt, dass anhand des Eierstockvolumens bei
Frauen zwischen 25 und 51 Jahren, gemessen durch transvaginalen
Ultraschall, die Zahl der verbliebenen Follikel und damit das
'reproduktive Alter' sehr genau geschätzt werden können",
so Wallace. "Letztlich bedeutet das, dass wir einer Frau
sagen können, wie schnell ihre biologische Uhr tickt und
wie viel Zeit noch bleibt, bis sie abgelaufen ist."
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