Obst schützt die Augen
Einen weiteren Grund, regelmäßig
Obst zu essen, haben amerikanische Mediziner gefunden.
(jkm) - Äpfel und ähnliche Leckereien schützen
vor einer fortschreitenden und derzeit kaum behandelbaren Erkrankung
der Netzhaut. Gemüse oder Vitamintabletten scheinen keinen
solchen Schutz zu bewirken, berichten die Forscher im Fachblatt
"Archives of Ophthalmology".
Die Gruppe um Susan Hankinson von der Harvard University in Boston,
Massachusetts, untersuchte den Einfluss der Ernährung auf
das Risiko einer altersabhängigen Makuladegeneration. Bei
dieser Krankheit geht jener Bereich der Netzhaut zugrunde, der
für das schärfste Sehen verantwortlich ist. Als Folge
verlieren die Betroffenen zunehmend an Sehschärfe und schließlich
die Fähigkeit, zu lesen oder Auto zu fahren.
Hankinson und ihre Kollegen werteten Daten von fast 120.000 Männern
und Frauen aus, deren Werdegang im Rahmen zweier großer
Studien bis zu 18 Jahre lang verfolgt worden war. Zu Studienbeginn
mindestens 50 Jahre alt, hatten die Teilnehmer sich regelmäßig
untersuchen lassen und Angaben zu ihrer Lebensweise und Ernährung
gemacht. Im Beobachtungszeitraum wurde bei 464 Personen die Frühform
der altersbedingten Makuladegeneration diagnostiziert und bei
316 Personen eine fortgeschrittene Form, bei der zahlreiche neue
Blutgefäße in der Aderhaut des Auges wachsen.
Das Risiko für diese Spätform sank mit steigendem Obstkonsum,
ermittelten Hankinson und ihre Kollegen. Jene Teilnehmer, die
täglich mindestens dreimal Obst aßen, wiesen ein 36
Prozent geringeres Erkrankungsrisiko auf als jene, die pro Tag
im Schnitt weniger als 1,5 Portionen Obst verspeisten. Oxidative
Schäden an der Netzhaut, wie sie etwa durch Rauchen begünstigt
werden, gelten als Risikofaktor für die altersbedingte Makuladegeneration.
An Antioxidantien reiches Gemüse hatte jedoch keinen Einfluss
auf das Erkrankungsrisiko, fanden die Forscher, und auch zusätzliche
Vitamine bzw. Mineralien schienen keine Rolle zu spielen.
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