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- 14.06.2004 -

 

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Kleine Fische für gesunde Babys

Der Verzehr einiger Fischarten bietet Schwangeren einen gewissen Schutz vor Quecksilber.

(jkm) - Japanische Forscher haben erstmals belegt, dass Schwangere durch Verzehr von Meeresfrüchten nicht nur die Quecksilberbelastung ihrer ungeborenen Kinder erhöhen können. Je nach Art der Fische oder Schalentiere kommen auch unterschiedliche Mengen essenzieller Omega-3-Fettsäuren hinzu, die möglicherweise einen gewissen Schutz vor dem Schwermetall bewirken können.

In jedem Falle sollten Schwangere sich auf kleine Fischarten beschränken, raten die Forscher um Mineshi Sakamoto vom National Institut for Minamata Disease in Minamata. Die Stadt auf der japanischen Insel Kyushu war in den 50er-Jahren zu trauriger Berühmtheit gelangt, als Tausende Einwohner Vergiftungssymptome entwickelten und sich Missbildungen bei Neugeborenen dramatisch häuften. Ursache war Methylquecksilber, das mit dem Abwasser einer Firma ins Meer gelangt war und sich in der Nahrungskette angereichert hatte. In großen Raubfischen, beispielsweise Haien oder Schwertfischen, ist das Quecksilbersalz besonders hoch konzentriert.

Sakamoto und Kollegen untersuchten nun das Blut von 63 japanischen Frauen und das Nabelschnurblut ihrer Neugeborenen. Je höher die Konzentration von Methylquecksilber in den roten Blutkörperchen der Mütter war, desto höher war auch der Wert bei ihren Kindern. Eine ähnliche Korrelation fanden die Forscher zwischen den mütterlichen und kindlichen Spiegeln der Docosahexaensäure sowie zwischen den Konzentrationen dieser essenziellen Fettsäure und des Quecksilbersalzes im Nabelschnurblut.

Laut einer auf den Färöern durchgeführten Studie hat bereits eine geringe Quecksilberzufuhr mit der Nahrung einen schädlichen Effekt auf die frühkindliche Entwicklung. Eine zweite Studie auf den Seychellen hatte keinen solchen Zusammenhang nachweisen können. Auf den Speisezetteln der jeweiligen Bevölkerungen stehen unterschiedliche Arten von Fisch, Schalentieren und Meeressäugern. Sakamoto und Kollegen vermuten nun, dass zumindest einige Fettsäuren vor den Folgen der Quecksilberaufnahme schützen und dass die Seychellen-Bewohner so von einer höheren Fettaufnahme profitieren.

 

 Mehr Informationen:

National Institute for Minamata Disease

Quecksilber

Omega-Fettsäuren

 

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