BSE-Risiko in Deutschland nimmt ab
Eine Risikoanalyse der Universität München
kommt zu dem Schluss, dass sich das BSE-Risiko in Deutschland
langfristig verringern wird.
(aid) - Die Forscher am Lehrstuhl für Tierernährung
und Diätetik der Universität München rechnen damit,
dass ab dem Jahr 2013 in Deutschland jährlich höchstens
noch ein Fall von BSE auftreten wird. Die Studie wurde in Bayern
durchgeführt und berücksichtigte die Fragen, ob regionale
Muster im Auftreten von BSE zu erkennen sind, welche Übertragungswege
es gibt, welche Prognosen für die Zukunft gestellt werden
können und wie hoch das weitere Gefährdungspotential
durch BSE ist. Fazit war auch: Sowohl die Fütterung als auch
die genetische Disposition spielen eine Rolle für die Erkrankung
an BSE. Das BSE-Risiko erhöhe sich um den Faktor 15,8, wenn
Milchaustauscher eingesetzt werden und um den Faktor 9,7, wenn
Zukauf-Kraftfutter eingesetzt wird. - 2001 wurden in Deutschland
125 BSE-Fälle registriert, 2002 106 Fälle und 2003 noch
54 Fälle.
Zur Verbrauchersicherheit tragen die Pflichttestung aller geschlachteten
Rinder über 24 bzw. 30 Monaten bei, die Kohortenregelung
und der Ausschluss von Risikomaterial sowie das Verfütterungsverbot
von tierischen Bestandteilen für Nutztiere. Die definitive
Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird sich nach Ansicht der
Münchner Wissenschaftler frühestens ab Ende dieses Jahres
in der Entwicklung der BSE-Fallzahlen niederschlagen.
Das bisherige BSE-Testalter steht in Deutschland derzeit auf
dem Prüfstand. Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast
kündigte an, die Schwelle von 24 Monaten zu überprüfen
und ggf. an das EU-Recht, das Tests erst bei 30 Monate alten Tieren
vorsieht, anzugleichen.
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