Strahlencheck für Flugpassagiere im Internet
Vor ihrem Urlaub können Flugpassagiere
und Flugzeugcrews jetzt im Internet die zu erwartende Strahlenbelastung
einsehen.
(vv) - Energiereiche Strahlung aus dem All tritt in großen
Höhen erheblich stärker in Erscheinung als auf Meeresniveau.
Vor der nächsten Fernreise können Flugreisende die zu
erwartende Strahlendosis im Internet unter www.gsf.de/epcard
abrufen, teilte das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und
Gesundheit mit. Auf der Website könnten Reisende für
jeden beliebigen Flug die zu erwartende Strahlendosis berechnen.
Die berechnete Strahlenbelastung dürfte allerdings selbst
Vielflieger aufatmen lassen: Laut GSF müsste man schon 400mal
pro Jahr über den Atlantik jetten, um den von der Internationalen
Kommission für Strahlenschutz (ICRP) empfohlenen Grenzwert
von 20 Millisievert (mSv) für beruflich strahlenexponierte
Personen zu erreichen.
Strahlenbelastung für Piloten und Flugzeugcrews
Mehr Grund, auf ihre Strahlendosis zu achten, hätten Piloten
und Crewmitglieder: Bereits 1990 ermittelte die ICRP aus Abschätzungen,
dass Flugpersonal durch die natürliche kosmische Strahlung
Dosen ausgesetzt ist, die vergleichbar oder sogar höher sind
als diejenige von Personen, die mit künstlicher Strahlung
in Medizin und Technik umgehen. Daher legte die ICRP Empfehlungen
über Dosisgrenzwerte vor, die 1996 in europäisches Recht
und 2001 in die deutsche Strahlenschutzverordnung übernommen
wurden.
Für Fluggesellschaften steht laut GSF eine Vollversion des
Programms zur Verfügung, mit dessen Hilfe die große
Menge der täglich anfallenden Dosisberechnungen für
die Flugzeugbesatzungen für jeden Flug durchgeführt
werden könne. Mit der Dosisberechnung im Internet könnten
kleinere Fluggesellschaften aber auch einfacher feststellen, ob
ihre Piloten den in der Strahlenschutzverordnung festgelegten
Grenzwert von 1 mSv pro Jahr überhaupt erreichen, ab dem
eine Dosismeldung an das Luftfahrt-Bundesamt regelmäßig
erfolgen muss.
|