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- 24.05.2004 -

 

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Brustkrebs bei Männern wird häufiger

Brustkrebs tritt bei Männern relativ selten auf. Seine Häufigkeit hat in den letzten Jahrzehnten jedoch deutlich zugenommen.

(jkm) - Wie amerikanische Mediziner in einer aktuellen Studie ermittelt haben, wird der Krebs bei Männern zudem erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt, wenn er bereits auf benachbarte Gewebe übergegriffen und Tochtergeschwüre gebildet hat.

"Es grenzt schon fast an Ironie, dass die Tumoren bei Männern leichter zu ertasten sind, die Krankheit bei ihnen jedoch sehr viel später entdeckt wird als bei Frauen", so Sharon Giordano von der University of Texas in Houston. Möglicherweise bemerkten einige der betroffenen Männer die Veränderungen der Brust bereits relativ früh, sähen darin jedoch eine gutartige Gynäkomastie.

Giordano und ihre Kollegen werteten Daten eines US-Krebsregisters aus, das für die Jahre 1973 bis 1998 rund 2.500 Fälle von Brustkrebs bei Männern und über 380.000 Fälle von Brustkrebs bei Frauen erfasst hatte. Wie die Forscher im Fachblatt "Cancer" berichten, ist die Rate der Neuerkrankungen, die Inzidenz, in diesem Zeitraum von 0,86 auf 1,08 Fälle pro 100.000 Männer gestiegen. Auch die Häufigkeit von Brustkrebs bei Frauen hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen.

Neben diesen Ähnlichkeiten gibt es klare Unterschiede, berichten die Mediziner. Männer sind zum Zeitpunkt der Diagnose im Schnitt 67 Jahre alt und damit fünf Jahre älter als weibliche Patientinnen. Der Krebs ist bei ihnen häufig schon aus seinem Ursprungsgewebe, meist die Wandung der Brustdrüsengänge, ausgebrochen und hat auch die Lymphknoten der Achseln befallen. Zudem trügen die entarteten Zellen bei Männern häufiger als bei Frauen Rezeptoren für das Hormon Östrogen. Daher könne eine Behandlung mit den entsprechenden Hemmstoffen vielleicht von Nutzen sein.

 

 Mehr Informationen:

University of Texas M. D. Anderson Cancer Center

Krebsinformations- dienst: Brustkrebs

Gynäkomastie

 

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