Honig bald als Medikament?
Die Liste der positiven medizinischen Eigenschaften
des Honigs ist lang - gibt es Honig bald als Medikament?
(aid) - Honig wirkt gegen Wundbakterien. Honig fördert den
Abbau von abgestorbenem Wundgewebe und damit die Wundheilung.
Honig wirkt entzündungshemmend. Die Liste der positiven medizinischen
Eigenschaften des Honigs ist lang - und wissenschaftlich belegt.
In einem Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung fasste Autor
Hermann Feldmeier eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit
der Waikato Universität (Hamilton, Neuseeland) zusammen,
die über 60 Veröffentlichungen über Honig ausgewertet
hat. Wie Honig bei so unterschiedlichen Wunden so erfolgreich
wirken könne, sei bis heute nicht geklärt, resümiert
Feldmeier. Vermutlich setze das Naturprodukt gleich mehrere Hebel
der Wundheilung in Bewegung.

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Honigbiene: Bald im Auftrag der Medizin
unterwegs?
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Honig nicht gleich Honig
Das Problem für den Arzt sei, dass Honig nicht gleich Honig
ist, so Feldmeier. Die Wirksamkeit einzelner Honigsorten schwankt
um den Faktor 100 und selbst innerhalb einer Honigsorte gibt es
noch starke Abweichungen. Dieses Problem hat ein australisches
Unternehmen erkannt und produziert seit kurzem einen Honig auf
der Basis von Leptospermum-Pflanzen, der gleich bleibende Konzentrationen
von Wasserstoffperoxid freisetzt und immer die gleiche Menge der
antimikrobiell wirksamen Pflanzensubstanzen enthält.
Klinische Studien, die beispielsweise prüfen, ob Honig zur
Verhinderung von Infektionen an Kathetern von Dialysepatienten
geeignet ist, könnten zu Honigpräparaten führen,
die als Medikamente zugelassen werden. Bei Wundverbänden
hat sich Honig als Zusatz schon durchgesetzt. Eine englische Firma
hat bereits einen mit Honig imprägnierten, nicht klebenden
Verbandsstoff auf den Markt gebracht.
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