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- 14.05.2004 -

 

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Ozonsmog wird weltweites Problem

Die Luftverschmutzung durch Ozon wird zunehmend zu einem weltweiten Problem, belegen Max-Planck-Forscher.

(vv) - Ozonmessungen über dem Atlantik zeigen, dass der Ozongehalt der Luft in den nördlichen mittleren Breiten nur gering angestiegen ist. Hingegen ist in niedrigen Breiten und in der südlichen Hemisphäre eine bemerkenswert starke Ozonzunahme zu beobachten. Demnach habe sich das Problem des Ozonsmogs inzwischen weit über die bisher betroffenen Gebiete in Europa und den USA hinaus ausgedehnt, sagen Forscher des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie. Sie hatten die Messungen gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst durchgeführt und die Ergebnisse jetzt in der Fachzeitschrift "Science" vorgestellt.

Die Ozonmessungen wurden im Zeitraum 1977-2002 von Schiffen aus im Atlantischen Ozean durchgeführt. Die Ergebnisse bestätigen, dass die Ozonkonzentrationen in mittleren Breiten der nördlichen Hemisphäre hoch sind, wenngleich die Zunahme seit etwa 1980 gering ist. In den Subtropen, Tropen und der südlichen Hemisphäre hingegen ist der Ozonanstieg überraschenderweise weitaus stärker. In einigen Gebieten haben sich die Ozonwerte innerhalb von zwei Jahren sogar verdoppelt. Das Gebiet, in dem die hohen Ozonkonzentrationen gemessen wurden, liegt überwiegend im Lee des afrikanischen Kontinents.

Die Max-Planck-Forscher haben berechnet, dass Biomasseverbrennung und insbesondere der wachsende Energieverbrauch Afrikas wesentlich zur Zunahme der Stickoxidemissionen beigetragen und damit die Ozonbildung katalysiert haben. Der weltweit zunehmende Energieverbrauch führe zu einem Ozonanstieg in großem Maßstab und verringere damit weltweit die Luftqualität, so das Fazit der Forscher.

Ozonsmog seit den 40er Jahren

Ozon bildet sich, wenn Stickoxide, die durch Verbrennung fossiler Brennstoffe und auch durch Biomasseverbrennung freigesetzt werden, als Katalysator wirken. Dieses bodennahe Ozon wiederum verringert die Luftqualität und beeinträchtigt die menschliche Gesundheit, den landwirtschaftlichen Ertrag und natürliche Ökosysteme. Darüber hinaus ist Ozon ein Treibhausgas, so dass seine wachsende Konzentration in der Troposphäre zu Klimaveränderungen beiträgt.

Erstmals wurde Ozonsmog in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts über Los Angeles identifiziert. Durch die Industrialisierung nach dem zweiten Weltkrieg stieg bodennahes Ozon in Europa und den USA in den 1960er und 1970er Jahren stark an. Neben Los Angeles leiden besonders der östliche Teil der USA und Südeuropa unter den hohen Ozonkonzentrationen im Sommer, mit der Konsequenz, dass Luftqualitätsstandards hier oft verletzt werden. Nach 1980 schwächte sich die Ozonzunahme durch die Einführung von Abgaskatalysatoren für Automobile und die Herabsetzung der industriellen Emissionen ab.

 


© ArtToday

Die Luftverschmutzung durch Ozon wird zunehmend zu einem weltweiten Problem.


 Mehr Informationen:

Max-Planck- Gesellschaft

Umweltbundesamt: Sommersmog

 

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