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- 04.05.2004 -

 

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Vitamine könnten Blutfettwerte erhöhen

Wer unbedacht Vitamine schluckt, tut seinen Blutgefäßen vielleicht keinen Gefallen.

(jkm) - Entsprechende Resultate präsentieren US-Mediziner im "Journal of Clinical Investigation". Vitamin E, beta-Carotin und andere Antioxidantien könnten demnach die Blutfettwerte und damit das Atherosklerose-Risiko steigen lassen.

"Offenbar sind antioxidative Vitamine potenziell schädlich für das Herz", sagt Edward Fisher von der New York University und der Mount Sinai School of Medicine. "Ohne weitere Daten können wir jedoch keine Empfehlung zur Vitamineinnahme aussprechen."

Aggressive Sauerstoffverbindungen und freie Radikale führen unter anderem zur Oxidation von ungesättigten Fettsäuren. Erst kürzlich hatten Fisher und seine Kollegen entdeckt, dass Leberzellen auf derartigen oxidativen Stress reagieren, indem sei bereits hergestellte Proteine wieder abbauen. Davon betroffen ist auch ein Bestandteil der Lipoproteine, so dass die Leber letztlich weniger dieser Transportvehikel für Cholesterin und Fette an das Blut abgibt. Vitamin E und andere Antioxidantien verhindern jedoch die Fettoxidation und damit den Tritt auf die Lipoprotein-Bremse, fanden die Mediziner nun heraus.

"Mit anderen Worten: Oxidativer Stress ist schädlich in einem bestimmten Kontext, offenbar jedoch günstig in einem anderen", erläutert Fisher. Die neuen Resultate könnten erklären, warum sich mehrfach ungesättigte, besonders leicht oxidierbare Fettsäuren günstig auf den Cholesterinspiegel auswirken.

In jedem Fall bestätigten die Ergebnisse die Ansicht, dass Antioxidantien nicht pauschal förderlich für die Gesundheit sind. Bei früheren Untersuchungen hatte sich eine Nahrungsergänzung mit Vitamin E je nach Tabak- und Alkoholkonsum sogar als schädlich erwiesen.

 

 Mehr Informationen:

New York University Medical Center

Lipide und Lipoproteine

Fettsäuren

 

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