Vorsicht beim Sammeln von Bärlauch
Bärlauch wird in der Küche immer beliebter.
Doch oft wird er mit giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen
verwechselt.
(vv) - Bärlauch wird in unserer Küche immer beliebter.
Seine Blätter besitzen einen dem Knoblauch ähnlichen
Geschmack ohne aber den störenden Mund- oder Körpergeruch
auszulösen. Bärlauch wächst in der freien Natur
hauptsächlich in Auwäldern, Laub- und Mischwäldern,
Parkanlagen sowie im Gebüsch. Geerntet werden die frischen
Blätter.
Der aid infodienst mahnt jedoch zur Vorsicht beim Sammeln von
Bärlauch in freier Natur. Die Blätter ähnelten
denen von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen. Und diese Pflanzen
seien giftig. Das Ministerium für Ernährung und Ländlichen
Raum in Baden-Württemberg habe ausdrücklich vor dem
Sammeln von wildem Bärlauch gewarnt, nachdem in Reutlingen
bereits ein Ehepaar gestorben sei, weil es offensichtlich Bärlauch
und Herbstzeitlose verwechselt habe.
Um Bärlauch von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen zu
unterscheiden, empfiehlt der aid infodienst ein Blatt zwischen
den Fingern zu zerreiben. Bärlauch rieche deutlich nach Knoblauch.
Trete dieser Geruch nicht auf, müssten die Hände sofort
gründlich gewaschen werden. Um sich vor Vergiftungsgefahr
zu schützen, sei es ratsam, in kontrollierten Kulturen gezüchteten
Bärlauch beim Gemüsehändler zu kaufen.
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) appelliert außerdem
an die Sammler von Bärlauch und anderen Wildpflanzen, neben
dem Schutz der eigenen Gesundheit auch auf den Schutz der Natur
zu achten. Pro Pflanze sollte möglichst nur ein Blatt geerntet
werden und zwar ganz unten am Stiel. Der Rest sollte stehen bleiben,
damit sich die Pflanze weiter entwickeln kann, empfiehlt der NABU.
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