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- 28.04.2004 -

 

 


 

Vorsicht beim Sammeln von Bärlauch

Bärlauch wird in der Küche immer beliebter. Doch oft wird er mit giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen verwechselt.

(vv) - Bärlauch wird in unserer Küche immer beliebter. Seine Blätter besitzen einen dem Knoblauch ähnlichen Geschmack ohne aber den störenden Mund- oder Körpergeruch auszulösen. Bärlauch wächst in der freien Natur hauptsächlich in Auwäldern, Laub- und Mischwäldern, Parkanlagen sowie im Gebüsch. Geerntet werden die frischen Blätter.

Der aid infodienst mahnt jedoch zur Vorsicht beim Sammeln von Bärlauch in freier Natur. Die Blätter ähnelten denen von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen. Und diese Pflanzen seien giftig. Das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum in Baden-Württemberg habe ausdrücklich vor dem Sammeln von wildem Bärlauch gewarnt, nachdem in Reutlingen bereits ein Ehepaar gestorben sei, weil es offensichtlich Bärlauch und Herbstzeitlose verwechselt habe.

Um Bärlauch von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen zu unterscheiden, empfiehlt der aid infodienst ein Blatt zwischen den Fingern zu zerreiben. Bärlauch rieche deutlich nach Knoblauch. Trete dieser Geruch nicht auf, müssten die Hände sofort gründlich gewaschen werden. Um sich vor Vergiftungsgefahr zu schützen, sei es ratsam, in kontrollierten Kulturen gezüchteten Bärlauch beim Gemüsehändler zu kaufen.

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) appelliert außerdem an die Sammler von Bärlauch und anderen Wildpflanzen, neben dem Schutz der eigenen Gesundheit auch auf den Schutz der Natur zu achten. Pro Pflanze sollte möglichst nur ein Blatt geerntet werden und zwar ganz unten am Stiel. Der Rest sollte stehen bleiben, damit sich die Pflanze weiter entwickeln kann, empfiehlt der NABU.

 

 Mehr Informationen:

aid

NABU

Der Bärlauch

 

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