vista verde SucheNewsThemenAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -   W i r t s c h a f t   &   E n e r g i e

 


- 19.04.2004 -

 

 


 

Winter-Babys sind auf Abenteuer aus

Im Winterhalbjahr geborene Menschen sind abenteuerlustiger als im Sommer geborene.

(jkm) - Entsprechende Resultate präsentiert eine britische Psychologin auf einer Fachtagung in London. Die Ursache könnte in höheren Spiegeln von Dopamin liegen - einem Neurotransmitter, der unter anderem den Tatendrang weckt und die Suche nach Belohnungen auslöst. Rätselhaft ist allerdings, warum sich der Effekt mit der Zeit umkehrt.

Wissenschaftler finden immer mehr Belege dafür, dass Faktoren wie Witterung oder Temperaturen zum Geburtszeitpunkt die Entwicklung eines Menschen beeinflussen. So scheinen im Winter geborene Kinder krankheitsanfälliger zu sein als Sommerkinder. Carol Joinson von der Open University in Milton Keynes untersuchte nun, ob sich der Geburtszeitpunkt auch auf das Verhalten auswirkt. Dazu ermittelte sie per Fragebogen, wie stark Abenteuerlust und Verlangen nach Neuem bei 448 Angehörigen ihrer Universität ausgeprägt waren.

So genannte "High Sensation Seekers" können sich für riskante Sportarten wie Fallschirmspringen begeistern, reisen gerne in ferne Länder, nehmen häufiger Drogen und sind beim Sex experimentierfreudiger. In den Monaten Oktober bis März geborene Personen gehörten häufiger zu dieser Kategorie als im Sommer geborene, berichtete die Forscherin auf der Jahreskonferenz der British Psychological Society in London. Das galt allerdings nur für jene, die das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten - bei älteren Teilnehmern zeigte sich ein umgekehrter Trend.

Ein wichtiger Faktor könnten die unterschiedlichen Tageslichtbedingungen sein, vermutet Joinson. Frühere Studien hätten gezeigt, dass schwaches Umgebungslicht den Dopaminspiegel im Gehirn erhöhe. Unmittelbar nach der Geburt könne dies vielleicht einen langfristigen Einfluss auf die Hirnchemie haben. Und möglicherweise führe dieses permanente "Doping" zu einer rascheren Erschöpfung der entsprechenden Gehirnzellen.

 

 Mehr Informationen:

British Psychological Society
 

 Lesen Sie auch:

"Geburtstagswetter" prägt Gesundheit in späteren Jahren

Forschungsprojekt "105 plus x" - Leben am Ende der Alterspyramide

Lebensdauer: Angsthasen sterben schneller

Fortpflanzung: Herbst-Vorsprung für Söhne

Schlaf: Blaues Licht hilft Alzheimer-Patienten

Weitere Meldungen zum Thema Gesundheit

 

 Werbung

zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft| Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Themen | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung

 

© vista verde 2004
Alle Rechte vorbehalten
Jede Vervielfältigung - auch auszugsweise - bedarf der Genehmigung