Sherry ist gut fürs Herz
Gute Nachrichten für Sherryfreunde: Die
südspanische Weinspezialität scheint eine ähnlich
günstige Wirkung auf die Gesundheit zu haben wie Rotwein.
(jkm) - Dies lassen zumindest Langzeitexperimente an Ratten vermuten,
die spanische Mediziner und Biochemiker durchgeführt haben.
"Sherry ist ein beliebtes Getränk, insbesondere in Spanien
und Großbritannien", erläutert Juan Guerrero von
der Universität Sevilla. "Wir haben gezeigt, dass mäßiger
Konsum den Spiegel des Gesamtcholesterins senkt und den des HDL-Cholesterins
erhöht." Insbesondere der Anstieg des "guten"
HDL-Cholesterins könnte positiven Einfluss auf das Atherosklerose-Risiko
und damit auf das Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle
haben.
Guerrero und seine Kollegen verabreichten Ratten zwei Monate
lang eine tägliche Dosis Sherry. Diese war so gewählt,
dass sie dem Konsum von 150 Millilitern Sherry durch einen 70
Kilogramm schweren Erwachsenen entsprach. Kontrolltiere erhielten
die gleiche Alkoholdosis in Wasser oder ausschließlich Wasser.
Wie die Forscher im "Journal of the Science of Food and Agriculture"
berichten, hatten alle getesteten Sherrysorten - Oloroso, Manzanilla,
Fino und Amontillado - den gleichen günstigen Effekt auf
die Blutfettwerte.
Sherry wird aus Weißwein gewonnen, der mit Weingeist verstärkt
und dann nach einem speziellen Verfahren in mehreren Fassreihen
ausgebaut wird. Ebenso wie Rotwein, enthält auch die andalusische
Spezialität Antioxidantien aus der Gruppe der Polyphenole,
schreiben Guerrero und Kollegen. Frühere Studien hatten die
Oxidation von Blutfett-Trägern, den Low-Density-Lipoproteinen
(LDL), mit einem erhöhten Atherosklerose-Risiko in Verbindung
gebracht.
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