Studie: Fluglärm kann bis 2020 halbiert werden
Der Fluglärm könnte nach einer Studie
des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bis
zum Jahr 2020 halbiert werden.
Köln (dpa) - Dies sei technisch möglich, hänge
aber auch von politischen Vorgaben ab, berichtete das DLR am Mittwoch
in Köln. Zugleich wurde die «weltweit größte»
Studie zur Auswirkung von Nachtfluglärm vorgestellt, der
zufolge Flughafenanwohner vor allem durch «Einzelschall»-Ereignisse
gestört werden. Rund fünf Jahre wurden dafür fast
200 Menschen im Schlaflabor und in ihrer eigenen vier Wänden
in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Köln/Bonn in 2240
Nächten beobachtet.
«Hauptergebnis ist, dass wir für jeden Flughafen
der Welt Wirkungskurven erstellen können, wie sich der dortige
Fluglärm auf die Anwohner konkret auswirkt», erklärte
ein DLR-Sprecher. «Wir können ganz klar sagen, bei
welchen Flugereignissen sich welche Schlafstörungen ergeben.»
Dies sei in Deutschland vor allem angesichts der anstehenden Novellierung
der Fluglärmgesetze wichtig.
In dem Fazit des DLR heißt es, «bei einer Ausschöpfung
der technisch machbaren Schallreduzierung und deren konsequenter
Umsetzung» werde das Wachstum im Flugverkehr nicht behindert,
und die hohe Mobilität von Menschen und Fracht könne
aufrechterhalten werden. Um eine Lärmverringerung zu erreichen,
müsse vor allem an der Quelle angesetzt werden, also etwa
durch Änderungen am Triebwerk sowie an den Fahrwerks- oder
Landeklappen. Dies sei mit technisch relativ geringem Aufwand
machbar.
Eine wesentliche Lärmverringerung werde aber vor allem
über eine neue Generation von Triebwerken zu erreichen sein.
Dies sei allerdings aufwendiger und greife wegen der langen Entwicklungszeiten
im Flugzeugbau auch erst langfristig. «Der Airbus 380 und
die neuen Boeings gehen aber schon in diese Richtung.»
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