Gesündere Milch durch Rapsöl
Kühe geben gesündere Milch, wenn ihr
Futter reichlich Rapsöl enthält. Das haben nordirische
Agrarwissenschaftler herausgefunden.
(jkm) - Je mehr Rapssamen sie an die Tiere verfütterten,
desto höher war der Anteil ungesättigter Fettsäuren
am Milchfett. Positiver Nebeneffekt: Aus dieser Milch hergestellte
Butter war im kalten Zustand leichter streichbar.
"Diese Art der maßgeschneiderten Milchproduktion könnte
künftig alle möglichen Milchprodukte gesünder machen,
vom Käse bis zur Eiscreme", glaubt Anna Fearon von der
Queen's University, Belfast. Die Forscherin und ihre Kollegen
verfütterten Rapssamen an 64 Milchkühe, so dass diese
pro Tag bis zu 600 Gramm Rapsöl aufnahmen.
Lactose- und Proteingehalt der Milch wurden dadurch kaum beeinflusst,
berichtet die Gruppe im "Journal of the Science of Food and
Agriculture". Der Gesamtfettgehalt sank dagegen um etwa 4
Gramm pro Kilogramm Milch, entsprechend 0,4 Prozent. Zusätzlich
sank der Anteil der "ungesunden" gesättigten Fettsäuren
am Milchfett, während der Anteil "gesunder" ungesättigter
Fettsäuren stieg. Beispielsweise ging der Palmitinsäure-Gehalt
um 26 Prozent zurück, der Gehalt an Oleinsäure erhöhte
sich dagegen um 35 Prozent.
Dem Vieh selbst schien das rapsreiche Futter nicht zu schaden,
berichten Fearon und ihre Kollegen. "Wahrscheinlich können
wir eine noch gesündere Balance der Fettsäuren erreichen,
indem wir das Futter des Milchviehs um noch mehr Rapsöl ergänzen",
glauben sie.
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