Rauchen und falsche Ernährung töten jeden dritten
Amerikaner
Fast jeder zweite Todesfall in den Vereinigten
Staaten geht auf vermeidbare oder veränderbare Verhaltensweisen
zurück.
(jkm) - Allein das Rauchen ist für etwa 18 Prozent aller
Todesfälle verantwortlich, haben amerikanische Mediziner
ermittelt. Bewegungsmangel und falsche Ernährung sind für
16,6 Prozent aller Todesfälle verantwortlich, könnten
jedoch bald zur Haupttodesursache werden.
Ali Mokdad und seine Kollegen von den Centers for Disease Control
and Prevention (CDC), Atlanta, werteten medizinische Artikel der
letzten zwei Jahrzehnte aus, in denen der Einfluss bestimmter
Verhaltensweisen auf das Erkrankungs- bzw. Sterberisiko untersucht
wurde. Anhand dieser Daten schätzten sie für verschiedene
medizinische Todesursachen, etwa Herzinfarkt oder Krebs, in welchem
Ausmaß diese letztlich auf schädliche Angewohnheiten
oder einen ungesunden Lebensstil zurückzuführen sind.
Im Jahr 2000 gingen demnach gut 435.000 Todesfälle auf Tabakkonsum
und 400.000 Todesfälle auf Bewegungsmangel und falsche Ernährung
zurück, berichtet die Gruppe im "Journal of the American
Medical Association". Es folgen Alkoholkonsum und Mikroben
mit 85.000 bzw. 75.000 Todesfällen. Etwa 43.000 US-Bürger
starben im Straßenverkehr und 29.000 durch Schusswaffen.
Rund 20.000 Todesfälle gehen auf riskante sexuelle Verhaltensweisen
wie ungeschützten Geschlechtsverkehr zurück.
"Der rasche Anstieg der Prävalenz von Übergewicht
bedeutet, dass dieser Anteil in den nächsten Jahren wohl
beträchtlich an Bedeutung gewinnen wird", schreiben
Mokdad und seine Kollegen. Die alternde "Baby Boomer"-Generation
stelle eine zusätzliche Belastung für das ohnehin strapazierte
Gesundheitsweisen dar. Umso wichtiger sei es, bei beeinflussbaren
Faktoren wie Rauchen, Ernährung und Sport anzusetzen.
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