Garchinger Forschungsreaktor liefert erste Neutronen
Der Forschungsreaktor München II in Garching
hat heute erstmals Neutronen geliefert.
(jkm) - Wie die Technische Universität München mitteilt,
betrug die Leistung des Reaktors beim Anfahren wenige Kilowatt
und soll nun stufenweise auf 20 Megawatt erhöht werden.
FRM-II soll künftig Neutronen für wissenschaftliche
und industrielle Untersuchungen liefern. Die Elementarteilchen
werden bei der Spaltung von Uran-Kernen freigesetzt, durch schweres
Wasser als Moderator abgebremst und dann über Strahlrohre
aus dem Reaktorbecken geleitet.
Der Nachfolger des Garchinger "Atom-Eis" ist nicht
unumstritten. Bürgerinitiativen und Politiker hatten vor
allem kritisiert, dass der Reaktor zumindest bis 2010 hoch angereichertes
und damit waffenfähiges Uran als Brennstoff nutzt. Daher
könne er zum Ziel von Terroristen werden. Die Betreiber halten
dagegen, schon die Konstruktion der Brennelemente sei ein wirkungsvoller
Schutz gegen Missbrauch.
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