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- 26.02.2004 -

 

 


 

Heiße Nadelstiche: Wärmeabgabe von Vulkanen gemessen

Sämtliche aktiven Vulkane der Erde strahlen so viel Wärme ab wie eine Million Haartrockner auf der höchsten Stufe.

(jkm) - In Vulkanen gelangt über eintausend Grad Celsius heiße Magma an die Erdoberfläche. Zwei amerikanische Geowissenschaftler haben nun ermittelt, wie viel Wärme durch diese Kurzschlüsse zwischen Erdinnerem und Atmosphäre fließt. Pro Jahr gaben die von ihnen betrachteten Feuerberge gut 53 Millionen Milliarden Joule Wärmeenergie an die Atmosphäre ab - vergleichbar einer Million Haartrocknern auf der höchsten Stufe.

Dies entspricht "etwa einem Tausendstel des Energieverbrauchs der Vereinigten Staaten für Privathaushalte, Industrie und Verkehr im Jahr 1999", schreiben Robert Wright und Luke Flynn von der University of Hawaii, Honolulu, im Fachblatt "Geology". Beispielsweise hielten sich der Energieverbrauch der Privathaushalte Hawaiis und die Energieabstrahlung des Kilauea, auf der Hauptinsel Hawaiis gelegen und einer der aktivsten Vulkane der Welt, in etwa die Waage.

Auf dem Festland gibt es schätzungsweise bis zu 600 aktive Vulkane, von denen jährlich etwa ein Zehntel ausbricht. Wright und Flynn analysierten nun 45 Vulkane, die in den Jahren 2001 bzw. 2002 aktiv gewesen waren. Dazu nutzten sie Daten von Terra und Aqua, zwei Erdbeobachtungssatelliten der NASA, die mit einem Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) ausgestattet sind. Das Instrument misst die von der Erde ausgesandte oder reflektierte Strahlung in verschiedenen Spektralbereichen.

Im Verlauf von 48 Stunden nehmen beide Satelliten jeden Punkt der Erdoberfläche viermal unter die Lupe. Mit Hilfe eines automatischen Systems konnten Wright und Flynn vulkanische Hitzequellen aus dieser Datenflut isolieren und analysieren.

 

 Mehr Informationen:

MODVOLC - Thermal Monitoring with MODIS

Vulkane der Welt: Eruptionen weltweit

 

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