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Ernährung:
Warum HDL-Cholesterin das "gute"
ist
Das "gute" Cholesterin
ist noch besser als bislang angenommen, hat eine internationale
Wissenschaftlergruppe herausgefunden.
(jkm) - Der Grund: Die zugehörigen
Transportvehikel schaffen nicht nur überflüssiges Cholesterin
zur Entsorgung in die Leber. Sie stellen auch die Blutgefäße
weit und wirken so Herzinfarkt und Schlaganfall entgegen.
Fette und Cholesterin sind lebensnotwendig,
im Übermaß fördern sie allerdings die Entwicklung
der Arteriosklerose und erhöhen so das Risiko für Gefäßverschlüsse.
Wie hoch das Risiko ist, schätzen Ärzte anhand der Blutkonzentration
von "schlechtem" LDL-Cholesterin und "gutem"
HDL-Cholesterin. Je stärker die HDL-Transportvehikel vertreten
sind, desto effektiver wird überschüssiges Cholesterin
aus Blut und Geweben zur Leber transportiert.
Die HDL-Vehikel können jedoch
weit mehr, fanden die Forscher um Jerzy-Roch Nofer von der Universität
Münster und Markus van der Giet vom Berliner Universitätsklinikum
Benjamin Franklin. Wie sie im "Journal of Clinical Investigation"
berichten, verstellt HDL auch die Weite der Blutgefäße.
Wenn die Vehikel an die Endothelzellen andocken, die innere Auskleidung
der Blutgefäße, produzieren diese zusätzliches
Stickstoffmonoxid (NO). Das kleine Signalmolekül lässt
wiederum die Muskelzellen der Gefäßwand erschlaffen.
Für den Effekt werden keine
vollständigen HDL-Vehikel benötigt, berichtet die Gruppe.
Vielmehr genügt es, wenn sich bestimmte HDL-Komponenten an
Rezeptoren der Endothelzellen anlagern. Dadurch wird eine Signalkaskade
im Innern der Zellen ausgelöst, die den NO-Ausstoß
erhöht und letztlich die Gefäße erweitert. Damit
könnten die Resultate neue Ansatzpunkte zur Behandlung der
Arteriosklerose liefern.
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