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Gentechnik: Pflanze kann versteckte Landminen
aufspüren
Dänische Wissenschaftler
haben eine gentechnisch manipulierte Pflanze entwickelt, die versteckte
Landminen aufspüren kann.
Kopenhagen/London (dpa) - Die
normalerweise grünen Blätter dieser Ackerschmalwand
(Arabidopsis thaliana) färben sich rot durch Stickstoffdioxid
(NO2), das aus vergrabenen Landminen sickert. Die Pflanze wurden
von der kleinen dänischen Firma Aresa zusammen mit der Universität
Kopenhagen entwickelt, berichtet das britische Wissenschaftsjournal
«Nature» auf seiner Internetseite. Allerdings sei
noch nicht ausreichend erforscht, wie sensibel die Pflanze reagiere,
erklärte der Molekularbiologe John Mundy. Es habe noch keine
groß angelegten Feldversuche gegeben.
Die Aussaat der Pflanzen ist
den bisherigen Plänen zufolge von Lastwagen aus geplant,
für die zunächst eine Schneise durch das jeweilige Minenfeld
geräumt werden müsste. Sprecher des Dänischen Roten
Kreuzes äußerten sich begeistert über die bisherigen
Forschungsergebnisse. Nach UN-Schätzungen sind in 45 Ländern
der Welt mehr als 100 Millionen Landminen ausgelegt, durch die
pro Jahr 15.000 bis 20.000 Menschen getötet oder verkrüppelt
werden. Das Auffinden und Räumen von Minen gilt als extrem
aufwendig und teuer.
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