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- 01.02.2004 -

 

 

 

 


 

WWF-Studie: Fast-Food-Verpackungen gefährden Mensch und Delfin

Chemikalienrückstände sind nach einer Studie der Umweltstiftung WWF bis zum entlegensten Ort auf der Erde vorgedrungen.

Bremen/Brüssel (dpa) - Vor allem die zum Teil Krebs erregenden Fluorverbindungen seien in Delfinen, Walen, Seehunden und sogar in Eisbären in der Arktis entdeckt worden, teilte der WWF am Donnerstag in Bremen mit. Auch viele Fast-Food-Verpackungen seien mit Fluorchemikalien beschichtet, die über die Nahrung aufgenommen werden und sich im menschlichen Körper anreichern.

Gefunden wurden nach dem Bericht in verschiedenen Tierarten auch Phthalate, Phenole und bromierte Flammschutzmittel. Phthalate kommen in Kunststoffen wie PVC vor, Phenolverbindungen in Dosen, Plastikflaschen und Computergehäusen, bromierte Flammschutzmittel beispielsweise in Polsterbezügen und Fernsehern. Diese giftigen Verbindungen könnten schwere Gesundheitsstörungen verursachen, sagte WWF-Chemikalienexpertin Ninja Reineke. Sie reichten von Schäden auf das Immunsystem, Verhaltensstörungen, Einflüssen auf das Hormonsystem bis zu Krebs.

Die derzeitige Gesetzgebung reiche nicht aus, um Mensch und Natur ausreichend vor diesen gefährlichen Chemikalien zu schützen, kritisierte Reineke. «Wir können diese Chemikalien nicht zurückholen, wenn sie erst einmal da draußen sind, wo sie einfach nicht hingehören.» Sie forderte eine Verschärfung des aktuellen EU- Kommissionsvorschlags, bekannt als REACH (Registration, Evaluation and Authorization of Chemicals - Anmeldung, Prüfung und Zulassung von Chemikalien). Nur so könne sicher gestellt werden, «dass die schädlichen Wirkungen dieser Chemikalien aufgedeckt und diese dann nicht mehr benutzt werden», sagte Reineke.

 

 Mehr Informationen:

Umweltstiftung WWF

 

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