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Musik:
Singen ist gesund
Singen stärkt einer Studie
zufolge die Abwehrkräfte, Musik hören jedoch nicht.
(jkm) - Singen hat mit Lachen
und Sex einiges gemeinsam. Das lässt eine Untersuchung vermuten,
die Frankfurter und Kölner Forscher an einem Laienchor durchgeführt
haben. Nach dem Singen waren die Teilnehmer nicht nur besser gelaunt,
sondern produzierten auch verstärkt Antikörper.
Das bloße Hören von
Musik hat dagegen keinen deutlichen Effekt, fanden Hans Günther
Bastian von der Universität Frankfurt und seine Kollegen.
Die demnächst im "Journal of Behavioral Medicine"
veröffentlichten Resultate bestätigten die Ansicht,
musikalische Tätigkeiten könnten über das autonome
Nervensystem auch physiologische Vorgänge beeinflussen.
Für ihre Pilotstudie wählten
die Forscher den Laienchor einer Frankfurter Kirchengemeinde aus,
der sich auf die Aufführung von Mozarts Requiem vorbereitete.
Bei zwei aufeinander folgenden Chorproben, bei denen 60 Minuten
lang gesungen bzw. das Werk lediglich angehört wurde, erfassten
sie Veränderungen der subjektiven Stimmungen sowie der Konzentrationen
von Cortisol und Immunglobulin A im Speichel. Beim Singen stiegen
Stimmung und Antikörperproduktion deutlich an, das Hören
hatte dagegen keinen klaren Effekt.
Wie lange die Wirkung des Singens
anhält, ist noch unklar. Weitere Studien könnten sich
nach Ansicht der Forscher schon deshalb lohnen, da es allein in
Deutschland über 60.000 Chöre mit gut 3,2 Millionen
aktiven Sängern gibt.
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