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Straßenbelag: Schöner fahren
auf Reis
Reis einmal anders: ein Abfallprodukt
der Reisverarbeitung ergibt einen besonders abriebfesten und lärmarmen
Straßenbelag.
(jkm) - Eine ungewöhnliche
Anwendungsmöglichkeit für Reis haben japanische Ingenieure
gefunden. Reiskleie lässt sich demnach zu einem besonders
abriebfesten Straßenbelag verarbeiten. Zudem ist das Fahren
darauf deutlich geräuschärmer als auf herkömmlichen
Belägen, berichtet das Magazin "Chemistry & Industry"
zu Beginn des Internationalen Jahrs des Reis.
Reiskleie fällt beim Mahlen
oder Polieren von Naturreis an und besteht aus Samenschale und
Keimling. Wie auch die Kleie anderer Getreide ist sie reich an
Mineralien und Vitaminen und damit aus ernährungswissenschaftlicher
Sicht besonders wertvoll. Doch auch Straßenbauer können
Vorteile aus dem Material ziehen, glauben die Forscher der Firma
Minebea in Nagano.
Der von ihnen entwickelte Kleie-Straßenbelag
weise neben seiner mechanischen Stabilität eine gute Lärmabsorption
auf und sei kaum anfällig für extreme Temperaturschwankungen,
so das Magazin. Zudem fließe der Regen von dem Belag schneller
als von herkömmlichen Asphalt ab. Das Fahren werde damit
nicht nur ruhiger, sondern auch sicherer.
Als "Abfallprodukt"
der Reisverarbeitung werde Reiskleie normalerweise an Vieh verfüttert
oder schlicht in Deponien entsorgt, schreibt das Magazin. In dicht
besiedelten Regionen und vor allem in der Nähe von Wohngebieten
könne sie sich künftig neuer Popularität erfreuen.
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