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Viren: Ebola kommt immer wieder
Möglicherweise stecken
sich Menschen durch das Fleisch infizierter Tiere, auch das von
Menschenaffen, mit dem tödlichen Virus an.
(jkm) - Ausbrüche von Ebola
resultieren aus immer neuen Artensprüngen des Erregers und
sind keine Spätfolgen eines einzigen Übergangs. Das
schließt eine internationale Forschergruppe aus dem genetischen
Vergleich der für die jüngsten Ausbrüche verantwortlichen
Viren. Umso wichtiger sei es, die Herkunft des Erregers zu ermitteln
- zumal dieser auch unter Menschenaffen zahlreiche Opfer fordere.
"Wir wissen nun, dass das
Virus sich weniger 'ausbreitet' als vielmehr aus mehreren Quellen
im Regenwald überspringt", erläutert William Karesh
von der Wildlife Conservation Society. "Eingreifteams müssen
Ausbrüche künftig aus einer anderen Perspektive betrachten,
um die Folgen sowohl für Menschen als auch für Tiere
zu minimieren."
Eine Infektion mit dem Ebolavirus
führt zu starken inneren und äußeren Blutungen
und verläuft in über 80 Prozent der Fälle tödlich.
Der erste bekannte Ausbruch ereignete sich 1976 in der Demokratischen
Republik Kongo, ehemals Zaire. Nach einer mehrjährigen Pause
trat das Virus 1994 erneut auf, seitdem kam es in immer kürzeren
Abständen zu acht weiteren Ausbrüchen.
Ausgangspunkt sind einzelne Personen,
die sich an infizierten Affen und Antilopen angesteckt haben,
konnten die Forscher um Eric Leroy vom französischen Institut
de Recherche pour le Développement nun bestätigen.
Wie sie im Magazin "Science" berichten, werden kurz
vor dem Auftreten der ersten Krankheitsfälle bei Menschen
vermehrt tote Gorillas und Schimpansen gefunden. Ihrer Schätzung
nach sterben jeweils Hunderte oder sogar Tausende der ohnehin
vom Aussterben bedrohten Menschenaffen
Affen und Antilopen infizieren
sich wiederum durch Kontakt mit dem eigentlichen Virusreservoir,
das bis heute nicht identifiziert ist. Derartige Artensprünge
des Erregers müssen häufig stattfinden, sind Leroy und
seine Kollegen überzeugt. Ihren genetischen Vergleichen zufolge
gehören die in den letzten zwei Jahren isolierten Ebolaviren
zu unterschiedlichen Virusstämmen, die sich schon vor langer
Zeit voneinander getrennt haben müssen.
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