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Malaria:
Schweiß-Sensor von Mücken
gefunden
Mückenweibchen werden
von einem spezifischen Duftstoff im menschlichen Schweiß
angelockt. Die Entdeckung des entsprechenden Rezeptors könnte
im Kampf gegen Malaria helfen.
(jkm) - Mückenweibchen sind
Überträger zahlreicher Krankheiten und machen ihre "Opfer"
mit Hilfe des Geruchssinns aus. Ein erster Schritt zur Aufklärung
des Riechmechanismus und damit zu seiner Beeinflussung ist amerikanischen
Biologen gelungen. Die Forscher fanden einen Duftstoffrezeptor
von Mücken, der spezifisch auf eine Substanz im menschlichen
Schweiß anspricht.
"Anopheles-Mücken übertragen
Malaria und sind für den Tod von jährlich über
einer Million Menschen verantwortlich", so die Forscher um
Elissa Hallem und John Carlson von der Yale University in New
Haven, Connecticut. Nun, da ein Angriffspunkt für Gegenmaßnahmen
erkannt sei, könne man vielleicht effektivere Insektenfallen
und -sprays entwickeln.
Die Forscher studierten zwei Gene
der Mücke Anopheles gambiae, AgOr1 und AgOr2, die vermutlich
für Duftstoffrezeptoren codieren. Dazu schleusten sie jeweils
eines der Gene in Nervenzellen der Taufliege Drosophila ein und
setzten die Zellen einer Reihe unterschiedlicher Substanzen aus.
Tatsächlich scheint es sich bei dem AgOr1-Protein um einen
der lang gesuchten Schweiß-Sensoren zu handeln, berichtet
die Gruppe im Magazin "Nature".
Mit AgOr1 ausgestattete Zellen
reagierten mit einem wahren Feuerwerk von Entladungen auf 4-Methylphenol,
einen Duftstoff im menschlichen Schweiß, jedoch kaum auf
andere Substanzen. Mit AgOr2 sprachen sie dagegen auf das nahe
verwandte, jedoch nicht in Schweiß enthaltene 2-Methylphenol
an. "Die Ergebnisse lassen vermuten, dass diese zwei AgOr-Gene
für Duftstoffrezeptoren codieren", schließen die
Biologen, "und dass der ausschließlich bei Weibchen
vorkommende Rezeptor AgOr1 zum Wirtssuchverhalten von Anopheles
gambiae beitragen könnte."
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