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- 15.01.2004 -

 

 

 

 

 

 


 

Malaria:

Schweiß-Sensor von Mücken gefunden

Mückenweibchen werden von einem spezifischen Duftstoff im menschlichen Schweiß angelockt. Die Entdeckung des entsprechenden Rezeptors könnte im Kampf gegen Malaria helfen.

(jkm) - Mückenweibchen sind Überträger zahlreicher Krankheiten und machen ihre "Opfer" mit Hilfe des Geruchssinns aus. Ein erster Schritt zur Aufklärung des Riechmechanismus und damit zu seiner Beeinflussung ist amerikanischen Biologen gelungen. Die Forscher fanden einen Duftstoffrezeptor von Mücken, der spezifisch auf eine Substanz im menschlichen Schweiß anspricht.

"Anopheles-Mücken übertragen Malaria und sind für den Tod von jährlich über einer Million Menschen verantwortlich", so die Forscher um Elissa Hallem und John Carlson von der Yale University in New Haven, Connecticut. Nun, da ein Angriffspunkt für Gegenmaßnahmen erkannt sei, könne man vielleicht effektivere Insektenfallen und -sprays entwickeln.

Die Forscher studierten zwei Gene der Mücke Anopheles gambiae, AgOr1 und AgOr2, die vermutlich für Duftstoffrezeptoren codieren. Dazu schleusten sie jeweils eines der Gene in Nervenzellen der Taufliege Drosophila ein und setzten die Zellen einer Reihe unterschiedlicher Substanzen aus. Tatsächlich scheint es sich bei dem AgOr1-Protein um einen der lang gesuchten Schweiß-Sensoren zu handeln, berichtet die Gruppe im Magazin "Nature".

Mit AgOr1 ausgestattete Zellen reagierten mit einem wahren Feuerwerk von Entladungen auf 4-Methylphenol, einen Duftstoff im menschlichen Schweiß, jedoch kaum auf andere Substanzen. Mit AgOr2 sprachen sie dagegen auf das nahe verwandte, jedoch nicht in Schweiß enthaltene 2-Methylphenol an. "Die Ergebnisse lassen vermuten, dass diese zwei AgOr-Gene für Duftstoffrezeptoren codieren", schließen die Biologen, "und dass der ausschließlich bei Weibchen vorkommende Rezeptor AgOr1 zum Wirtssuchverhalten von Anopheles gambiae beitragen könnte."

 

 Mehr Informationen:

Yale University

Malaria

 

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