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Klimawandel: Werden Rekordsommer zur
Regel?
Hitzewellen wie im letzten
Sommer in Europa könnte es in Zukunft häufiger geben.
Davon sind schweizer Klimaforscher überzeugt.
(jkm) - In einer Online-Veröffentlichung
im Magazin "Nature" schreiben die Forscher, dass man
künftig nicht nur von einer allgemeinen Erhöhung der
Temperaturen ausgehen muss, sondern auch von grösseren Schwankungen
der sommerlichen Temperaturmittelwerte.
Die Forscher der Eidgenössische
Technische Hochschule (ETH) Zürich und von MeteoSchweiz vermuten
den Grund für die aussergewöhnlichen Bedingungen des
vergangenen Sommers in einer Zunahme der Klimavariabilität.
Gegen Ende des Jahrhunderts könnten sehr heisse Sommer eher
die Regel als die Ausnahme darstellen. "Unsere Modellrechnungen
zeigen, dass ungefähr jeder zweite Sommer in Europa gleich
warm oder wärmer ausfallen dürfte als jener des Jahres
2003", sagt Christoph Schär von der ETH. "Ähnliches
gilt für die geringen Niederschlagsmengen." Abgesehen
von der zu erwartenden Erhöhung des Temperaturmittelwerts
werde es auch weiterhin von Zeit zu Zeit kühle, verregnete
Sommer geben.

© ETH Zürich
Vergleich
der durchschnittlichen Sommertemperaturen im Zeitraum
2070-2100 mit denjenigen der Periode 1961 bis 1990: Die
Modellrechnungen zeigen, dass im Mittelmeerraum der Effekt
der mittleren Erwärmung dominieren wird (links).
In Zentral- und Osteuropa muss hingegen mit einer kräftigen
Zunahme der Unterschiede von Jahr zu Jahr gerechnet werden
(rechts).
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Stärkere Schwankungen des
Sommerklimas könnten es erschweren, sich längerfristig
an die Klimaänderung anzupassen, befürchten die schweizer
Forscher. Ihre Berechnungen stützen sich auf ein Szenario
für den Zeitraum von 2071 bis 2100. Dieses geht davon aus,
dass sich die Treibhausgas-Konzentration gegenüber heute
verdoppelt.
Für die Ermittlung ihrer
Projektionen setzte das Forscherteam der ETH ein neuartiges regionales
Klimamodell ein. Gegenüber den gebräuchlichen globalen
Zirkulationsmodellen erlaubt es nach Aussage der Forscher eine
wesentlich feinere Beschreibung von Klima und Wasserkreislauf.
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