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- 08.01.2004 -

 

 

 

 

 

 


 

Forscher:

Zuchtlachse stärker mit Umweltgiften belastet

Wilde Lachse aus dem Pazifik sind deutlich geringer mit PCBs, Pestiziden und anderen Umweltgiften belastet als ihre Artgenossen aus Lachsfarmen.

(jkm) - Dies berichten amerikanische und kanadische Forscher, die Lachse aus aller Welt verglichen haben. In europäischen Zuchttieren stießen sie auf die höchsten Schadstoff-Konzentrationen. Geringer belastet waren Zuchtlachse aus Nord- und Südamerika.

Die Forscher unter Leitung von Ronald Hites von der Indiana University kauften rund 700 Lachse in Kanada, den USA und Europa - unter anderem in London, Paris und Frankfurt am Main. Sie konzentrierten sich auf wilden Pazifiklachs und gezüchteten Atlantiklachs. Die Tiere wurden auf polychlorierte Biphenyle (PCBs), Dioxine, Toxaphene und weitere Umweltgifte überprüft, die nachweislich die menschliche Gesundheit gefährden.

Einige untersuchte Proben seien dermaßen stark belastet, dass von ihrem Verzehr ein erhöhtes Krebsrisiko ausgehe, schreiben die Forscher im Magazin "Science". Am höchsten seien die Schadstoff-Konzentrationen in schottischem und dänischem Zuchtlachs.

Weil die Nachfrage nach Lachs beständig gestiegen ist, stellt die Zucht ein einträgliches Geschäft dar. Innerhalb der letzten zwanzig Jahre stieg die gehandelte Menge Zuchtlachs um das 40fache. Über die Hälfte der Ware stammt aus Nordeuropa, Chile und Nordamerika. Gefüttert werden viele Tiere offenbar mit minderwertigem Fischmehl und Fischöl. Über das Futter nehmen die Lachse die Schadstoffe auf, vermuten die Forscher. Die Ernährung des wilden Pazifiklachses ist dagegen trotz der Verschmutzung der Meere vergleichsweise gesund.

Wer von gezüchtetem Atlantiklachs mehr als ein bis zwei Portionen monatlich esse, überschreite den gesundheitlich bedenklichen Grenzwert an Schadstoffen, sagen die Wissenschaftler. In den Zuchttieren ermittelten sie für 13 Umweltgifte deutlich höhere Konzentrationen als in den wilden Lachsen. Wilder Pazifiklachs könne vergleichsweise bis zu acht mal monatlich verzehrt werden, sagen die Forscher. Sie fordern, die Herkunft gehandelter Lachse auszuweisen, damit der Kunde die Qualität der Ware besser beurteilen könne.

 


© ArtToday

Lachs ist zum Teil stark mit Umweltgiften belastet.


 Mehr Informationen:

The Hites' Laboratory, Indiana University

Lachse

 

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