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Neue Belege: Akupunktur wirkt
Die Wirkung der Akupunktur
ist nicht nur "eingebildet", sondern tatsächlich
messbar. Dies zeigt eine jetzt veröffentlichte wissenschaftlichen
Studie.
(jkm) - Wie Jenaer Wissenschaftler
bei Versuchen an 16 narkotisierten Freiwilligen ermittelt haben,
löste ein schmerzhafter Reiz bei Akupunktierten eine deutlich
schwächere Reaktion im Gehirn aus.
"Die Schmerzreize konnten
durch den Einsatz der Akupunktur gedämpft, aber nicht völlig
abgeblockt werden", erläutert Winfried Meißner
vom Klinikum der Universität Jena. "Das weist darauf
hin, dass Akupunktur zwar ein nachweislich wirksames, aber dennoch
relativ schwaches Schmerzmittel ist. Also mehr als ein Placebo,
aber bei starken Schmerzen möglicherweise in ihrer Wirkung
nicht ausreichend."
Meißner und seine Kollegen
setzten 16 Narkotisierte schmerzhaften Reizen am rechten Zeigefinger
aus und registrierten die dadurch ausgelösten Hirnstromveränderungen.
Dann wurden 8 Probanden mit einer elektrischen Nadelakupunktur
am Bein behandelt und die Schmerzversuche wiederholt. Wie die
Forscher im Fachblatt "Anesthesia & Analgesia" berichten,
fiel die Schmerzreaktion bei den Akupunktierten nun deutlich schwächer
aus, bei den Nicht-Behandelten war sie dagegen unverändert.
Über die Erfassung der Hirnströme
lasse sich die Schmerzreaktion unabhängig von der subjektiven
Wahrnehmung einer Person verfolgen, so Meißner, ein Placebo-Effekt
werde auf diese Weise ausgeschlossen. Zudem hätten - mit
Ausnahme des Akupunkteurs - auch die beteiligten Wissenschaftler
während der Versuche nicht gewusst, welcher Proband akupunktiert
gewesen sei.
Die Resultate zeigten zudem, "dass
mit einem gewissen Aufwand die komplementärmedizinischen
Verfahren durchaus mit Methoden der Naturwissenschaft auf Wirksamkeit
überprüft werden können."
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