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- 31.12.2003 -

 

 

 

 

 

 


 

Erdbeben und Hitzewelle: 50.000 Tote bei Naturkatastrophen

Im Jahr 2003 sind nach Beobachtung der Münchener Rück mehr als 50.000 Menschen bei Naturkatastrophen gestorben.

München (dpa) - Neben den mehr als 25.000 Erdbebenopfern im Iran habe in Europa die Hitzewelle des vergangenen Sommers über 20.000 Menschen getötet, berichtete der weltgrößte Rückversicherer am Montag. «Das Jahr 2003 war bis in die letzten Tage geprägt von einer Reihe schwerer Elementarereignisse mit einer im langfristigen Vergleich weit überdurchschnittlichen Zahl von Todesopfern.» Im Vorjahr waren der Versicherung zufolge etwa 11.000 Menschen bei Naturkatastrophen ums Leben gekommen. Die Versicherungswirtschaft will auf die hohen Schäden durch Naturkatastrophen mit Prämienerhöhungen und einer weiteren Haftungslimitierung reagieren.

Die volkswirtschaftlichen Schäden durch Naturkatastrophen stiegen im vergangenen Jahr noch einmal von von 55 auf 60 Milliarden Dollar (48 Milliarden Euro) an. Allein die Hitzewelle in Europa verursachte dem Bericht zufolge Schäden in Höhe von 13 Milliarden Dollar. Wie in den Vorjahren war ein großer Teil der durch Naturkatastrophen angerichteten Schäden nicht versichert. Die Münchener Rück schätzt, dass die Versicherer insgesamt etwa 15 Milliarden Dollar (Vorjahr: 11,5 Mrd) auszahlten. Den größten versicherten Schaden richtete mit gut 3 Milliarden Dollar eine Tornadoserie im Mai im Mittleren Westen der USA an.

Etwa 70 Erdbeben verursachten im abgelaufenen Jahr laut Münchener Rück Schäden von etwa 6 Milliarden Dollar an. Nur 100 Millionen Dollar davon waren versichert. Der Iran liege in einer seismisch sehr aktiven Region. Im vergangenen Jahrhundert habe es dort sechs Beben mit mehr als 5000 Opfern gegeben. Weil es in vielen Ländern der Dritten Welt ähnlich «erschreckend hohe Katastrophenpotenziale» gebe, will die Münchener Rück ihre Zusammenarbeit mit der kalifornischen Hilfsorganisation GeoHazards International erheblich intensivieren. Ziel sei eine bessere Vorsorge gegen Erdbebenkatastrophen.

Stürme und Unwetter machten 2003 laut Münchener Rück ein Drittel der 700 erfassten Naturkatastrophen aus. Europa sei in diesem Jahr von schweren Stürmen weitgehend verschont geblieben. Die Hitzewelle sei aber ein weiteres Indiz für den Klimawandel. «Wir müssen uns daran gewöhnen, dass Hitzesommer wie diesmal in Europa künftig häufiger zu erwarten sind», sagte Gerhard Berz, Leiter des Bereichs GeoRisikoForschung. Schon Mitte des Jahrhunderts könne eine solche Hitzewelle mehr oder weniger der Normalfall sein. Wärmere Sommer bedeuteten aber, dass Intensität und Häufigkeit von Unwettern weiter zunähmen.

 

 Mehr Informationen:

Münchener-Rück-Analyse "Naturkatastrophen 2003"

 

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