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- 18.12.2003 -

 

 

 

 

 

 


 

Weltgesundheitsbericht:

Entwicklungsländer übernehmen auch «westliche» Leiden

Viele «westliche» Wohlstandskrankheiten treten nun zunehmend auch in Entwicklungs- und Schwellenländern auf.

Genf (dpa) - Zu den weltweit zehn größten Gesundheitsrisiken zählen unter anderem hoher Blutdruck, Tabak- und übermäßiger Alkoholgenuss, ein hoher Cholesterinspiegel und starkes Übergewicht. Darauf verweist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem am Donnerstag in Genf vorgestellten «Weltgesundheitsbericht 2003». Die Entwicklungsländer hätten nun eine «doppelte Last», weil sie auch noch schwer an den Infektionskrankheiten wie Malaria oder Aids zu leiden haben.

Nicht übertragbare Krankheiten waren im vergangenen Jahr für 32 Millionen Tote im Alter über 15 Jahren verantwortlich. Davon gehen 16,7 Millionen Fälle auf Herz- oder Schlaganfall zurück.

Eine weitere Bürde der Entwicklungsländer sei die Zahl der Verkehrsunfälle. Unfälle im Straßenverkehr werden von der WHO in ihrem Bericht als «versteckte Epidemien» bezeichnet. So werden mehr als 20 Millionen Menschen im Jahr auf den Straßen der Welt entweder schwer verletzt oder getötet. Hinzu kommen andere negative Folgen für die Gesundheit: Lärm, Abgase und soziale Probleme.

Mit dem Export von Fahrzeugen sollten die Industrienationen nach Ansicht der WHO auch Verantwortung für das Wohlbefinden nicht nur ihrer Kunden, sondern auch der Fußgänger übernehmen. Deswegen müssten die in den schon motorisierten Ländern gemachten Erfahrungen den Ländern mit rapide wachsenden Verkehrsaufkommen schneller und leichter zugänglich gemacht werden.

An Erkrankungen infolge des Rauchens sterben ausweislich des Berichtes weltweit etwa fünf Millionen Menschen. Mit ihrer im Mai gebilligten Tabakkonvention hat die WHO nun ein Instrument zur Eindämmung des Konsums, etwa durch Rauch- und Werbeverbote in der Hand. Allerdings haben erst fünf Staaten die Konvention ratifiziert. 40 müssen es sein, wenn sie in Kraft treten kann. 80 haben bisher unterschrieben - von 192 Staaten.

 

 Mehr Informationen:

WHO

Der Tod hat einen Motor

 

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