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Klimawandel: Salzgehalt der Meere ändert
sich
Die Ozeane am Äquator
werden seit 40 Jahren immer salziger, während der Salzgehalt
an den Polen abnimmt. Forscher befürchten Auswirkungen auf
die Meeresströmungen und das Weltklima.
(jkm) - Der Atlantische Ozean
wird in tropischen Regionen seit rund 40 Jahren immer salziger.
In den Gewässern rund um die Pole dagegen nimmt der Salzgehalt
ab. Verantwortlich sei die globale Erwärmung, glauben Klimaforscher.
Das wärmere Klima lässt demnach rund um den Äquator
zunehmend mehr Wasser verdunsten. Dadurch steigt der Salzgehalt
besonders in der südlichen Hälfte des Atlantischen Ozeans.
Erst in Polnähe regnet die
Feuchtigkeit wieder ab, berichten Ruth Curry vom amerikanischen
WHOI Physical Oceanography Department sowie zwei weitere Klimaforscher
im Magazin "Nature". Sie ermittelten, dass infolge des
steigenden Anteils an Frischwasser im Nordpolarmeer dessen Salzkonzentration
in den letzten 40 Jahren deutlich zurückgegangen ist.

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Ruth Curry/Jack Cook/WHOI
Der Atlantische
Ozean wird in tropischen Regionen seit rund 40 Jahren
immer salziger. Gelbe, orange und rote Bereiche zeigen
höhere Salzkonzentrationen, blaue und grüne
niedrigere.
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Der Atlantische Ozean funktioniert
wie eine riesige Pumpe, die das Wasser zwischen Grönland
und Südamerika umwälzt. Sie befördert warmes Oberflächenwasser
vom südlichen in den nördlichen Atlantik. Über
den Golfstrom reichen die Ausläufer der warmen Strömung
bis in die Nordsee. Der Kreislauf wird aber nur in Gang gehalten,
wenn vor Grönland kaltes salziges - und damit schweres -
Wasser in die Tiefe sinkt und nach Süden strömt. Je
geringer die Salzkonzentration im nördlichen Oberflächenwasser
ausfällt, um so langsamer wird die Pumpe.
Aus Klimadaten der letzen 50 Jahre
schließen die Forscher, dass sich die Veränderungen
in den Salzkonzentrationen seit 1990 beschleunigten. Die 90er
Jahre sind immerhin die wärmsten, die sich in den Wetterdaten
der letzten 140 Jahre finden lassen. Curry und ihre Kollegen schätzen,
dass die Verdunstung über dem Südatlantik innerhalb
der letzten 40 Jahre um 5 bis 10 Prozent zunahm.
Im Süden steigt der Salzgehalt,
im Norden nimmt er ab. Die Forscher befürchten, dieser Prozess
könne sich selbst verstärken und beschleunigen. Langfristig
könnten sich die Meeresströmungen und somit sowohl Wasserkreislauf
als auch Klimahaushalt unseres Planeten verändern.
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