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Herz und Kreislauf: Beruhigt ins Gebirge
Auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
können beruhigt ins Gebirge fahren - vorausgesetzt sie schonen
sich zunächst.
(jkm) - Der Aufenthalt in bergigen
Regionen, sei es zur Kur oder als Urlaub, hat positive Auswirkungen
auf Herz und Kreislauf. Doch gerade bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
war bislang ungewiss, ob ihnen die Höhenluft nicht eher schadet.
Entwarnung geben jetzt Kölner Mediziner: Wer sich in der
ersten Woche schont, kann beruhigt ins Gebirge fahren.
Ihre optimale Wirksamkeit entfalten
höhenbedingte Klimareize in Lagen um 2.000 Metern über
Normalnull, ermittelte Thomas Becker von der Universität
Köln. Positive Veränderungen seien schon ab 1.000 Metern
Höhe festzustellen. Die zwei markantesten Effekte, Pulsberuhigung
und Senkung des Blutdrucks, hielten auch nach Rückkehr in
tiefergelegene Umgebungen noch bis zu acht Monate an.
Laut Becker löst der Aufstieg
aus dem Flachland eine dosierte Stressreaktion im menschlichen
Organismus aus. Der mit der Höhe sinkende Sauerstoffgehalt
der Luft bewirke eine Beschleunigung von Puls und Atmung. Die
für Herz-Kreislauf-Patienten besonders wichtigen Blutdruckwerte
stiegen jedoch nur leicht an. Dennoch solle man größere
Belastungen vermeiden, bis sich der Körper an das verringerte
Sauerstoffangebot angepasst habe.
In der Regel dauere diese Phase
sieben Tage, die volle körperliche Leistungsfähigkeit
werde erst während der zweiten bis dritten Woche erreicht.
Lohn der Geduld und einer nachfolgenden Betätigung in der
Höhenluft, etwa durch Bergwanderungen, seien ein Rückgang
der Pulsfrequenz auf durchschnittlich 85 Prozent der Flachlandwerte,
eine leichte Senkung des systolischen Blutdrucks und ein reduzierter
Sauerstoffverbrauch des Herzens.
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