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- 18.12.2003 -

 

 

 

 

 


 

Herz und Kreislauf: Beruhigt ins Gebirge

Auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen können beruhigt ins Gebirge fahren - vorausgesetzt sie schonen sich zunächst.

(jkm) - Der Aufenthalt in bergigen Regionen, sei es zur Kur oder als Urlaub, hat positive Auswirkungen auf Herz und Kreislauf. Doch gerade bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen war bislang ungewiss, ob ihnen die Höhenluft nicht eher schadet. Entwarnung geben jetzt Kölner Mediziner: Wer sich in der ersten Woche schont, kann beruhigt ins Gebirge fahren.

Ihre optimale Wirksamkeit entfalten höhenbedingte Klimareize in Lagen um 2.000 Metern über Normalnull, ermittelte Thomas Becker von der Universität Köln. Positive Veränderungen seien schon ab 1.000 Metern Höhe festzustellen. Die zwei markantesten Effekte, Pulsberuhigung und Senkung des Blutdrucks, hielten auch nach Rückkehr in tiefergelegene Umgebungen noch bis zu acht Monate an.

Laut Becker löst der Aufstieg aus dem Flachland eine dosierte Stressreaktion im menschlichen Organismus aus. Der mit der Höhe sinkende Sauerstoffgehalt der Luft bewirke eine Beschleunigung von Puls und Atmung. Die für Herz-Kreislauf-Patienten besonders wichtigen Blutdruckwerte stiegen jedoch nur leicht an. Dennoch solle man größere Belastungen vermeiden, bis sich der Körper an das verringerte Sauerstoffangebot angepasst habe.

In der Regel dauere diese Phase sieben Tage, die volle körperliche Leistungsfähigkeit werde erst während der zweiten bis dritten Woche erreicht. Lohn der Geduld und einer nachfolgenden Betätigung in der Höhenluft, etwa durch Bergwanderungen, seien ein Rückgang der Pulsfrequenz auf durchschnittlich 85 Prozent der Flachlandwerte, eine leichte Senkung des systolischen Blutdrucks und ein reduzierter Sauerstoffverbrauch des Herzens.

 

 Mehr Informationen:

Universität zu Köln

Verband der Heilklimatischen Kurorte Deutschlands

Sport & Herz- Kreislauf-Erkrankungen

 

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