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- 11.12.2003 -

 

 

 

 

 


 

WHO-Studie: Wie sich der Klimawandel auf die Gesundheit auswirkt

Laut einer neuen Studie der Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich mehr als 150.000 Menschen an den Folgen des Klimawandels.

Mailand/Genf (dpa) - Nach der am Donnerstag in Mailand veröffentlichten Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind auch 2,4 Prozent der weltweiten Durchfallerkrankungen sowie 2 Prozent aller Malaria-Fälle durch die Änderungen des Klimas ausgelöst worden. In Gegenden mit mehr Regenfällen könne sich das Wasser stauen und unter anderem den Malaria-Mücken als Brutstätte dienen.

In Europa dagegen habe die Hitzewelle des vergangenen Sommers rund 20.000 Menschen das Leben gekostet, heißt es in der Studie weiter, die auf der UN-Klimakonferenz in Mailand vorgestellt wurde. Ein heißer europäischer Sommer lässt sich nach Ansicht von Klimaforschern zwar nicht auf den Treibhauseffekt zurückführen. Die 90er Jahre seien im globalen Schnitt aber das Jahrzehnt mit den bisher höchsten aufgezeichneten Temperaturen gewesen und dieser Trend werde anhalten, meinen die Autoren.

«Es gibt immer mehr Beweise dafür, dass Änderungen des weltweiten Klimas weit reichende Folgen für die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen auf der ganzen Welt haben wird», sagte die stellvertretende WHO-Generaldirektorin Kerstin Leitner.

Die Studie beleuchtet unter anderem, wie sich das Wetter, die Luftverschmutzung sowie die Verseuchung von Wasser und Lebensmitteln auf die Gesundheit auswirken. Während des vergangenen Jahrhunderts habe sich die Durchschnittstemperatur der Erdoberfläche um 0,6 Grad Celsius erwärmt. Änderungen im Klima beeinflussten viele Ökosysteme und hätten deshalb auch Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

In der Untersuchung, an der auch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und andere Organisationen beteiligt waren, sind auch Anweisungen enthalten, wie die Staaten auf den Klimawandel reagieren können.

 


© ArtToday

Der Klimawandel könnte Mücken, die Krankheiten übertragen können, begünstigen.


 Mehr Informationen:

WHO: Global environmental change and health

Klimawandel und Gesundheit

vista verde: Klima

 

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