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WHO-Studie: Wie sich der Klimawandel
auf die Gesundheit auswirkt
Laut einer neuen Studie der
Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich mehr als 150.000
Menschen an den Folgen des Klimawandels.
Mailand/Genf (dpa) - Nach der
am Donnerstag in Mailand veröffentlichten Studie der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) sind auch 2,4 Prozent der weltweiten Durchfallerkrankungen
sowie 2 Prozent aller Malaria-Fälle durch die Änderungen
des Klimas ausgelöst worden. In Gegenden mit mehr Regenfällen
könne sich das Wasser stauen und unter anderem den Malaria-Mücken
als Brutstätte dienen.
In Europa dagegen habe die Hitzewelle
des vergangenen Sommers rund 20.000 Menschen das Leben gekostet,
heißt es in der Studie weiter, die auf der UN-Klimakonferenz
in Mailand vorgestellt wurde. Ein heißer europäischer
Sommer lässt sich nach Ansicht von Klimaforschern zwar nicht
auf den Treibhauseffekt zurückführen. Die 90er Jahre
seien im globalen Schnitt aber das Jahrzehnt mit den bisher höchsten
aufgezeichneten Temperaturen gewesen und dieser Trend werde anhalten,
meinen die Autoren.
«Es gibt immer mehr Beweise
dafür, dass Änderungen des weltweiten Klimas weit reichende
Folgen für die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen
auf der ganzen Welt haben wird», sagte die stellvertretende
WHO-Generaldirektorin Kerstin Leitner.
Die Studie beleuchtet unter anderem,
wie sich das Wetter, die Luftverschmutzung sowie die Verseuchung
von Wasser und Lebensmitteln auf die Gesundheit auswirken. Während
des vergangenen Jahrhunderts habe sich die Durchschnittstemperatur
der Erdoberfläche um 0,6 Grad Celsius erwärmt. Änderungen
im Klima beeinflussten viele Ökosysteme und hätten deshalb
auch Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.
In der Untersuchung, an der auch
das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und andere Organisationen
beteiligt waren, sind auch Anweisungen enthalten, wie die Staaten
auf den Klimawandel reagieren können.
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