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Nicht nur Tee:
Pfefferminze ist Arzneipflanze 2004
Die Pfefferminze ist die Arzneipflanze
des Jahres 2004.
Würzburg (dpa) - Die Blätter
der Pfefferminze seien nicht nur Ausgangsmaterial für den
Pfefferminztee, sondern auch für eine ganze Reihe von Medikamenten,
heißt es in der Begründung des Studienkreises «Entwicklungsgeschichte
der Arzneipflanzenkunde» an der Universität Würzburg
vom Donnerstag. So wirke die Heilpflanze bei innerer Anwendung
beispielsweise krampflösend und blähungstreibend.
Pfefferminzöl wird nach Angaben
des Auswahlgremiums auch zur Behandlung von Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen
oder Blähungen bei einem gereizten Darm eingesetzt. Das Öl
ist auch Badezusätzen beigemischt und kann zum Einreiben
oder Inhalieren verwendet werden. «Die Pfefferminze und
ihre Inhaltsstoffe sind ein Paradebeispiel für ein aus Pflanzen
hergestelltes Medikament, das in vielfältiger Weise genutzt
werden kann», erklärte des Sprecher des Studienkreises,
Ralf Windhaber.

©
dpa
Eine
Mitarbeiterin der Landesanstalt für Gartenbau in
Veitshöchheim hält eine Pfefferminz-Staude ihn
ihren Händen.
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Die Pfefferminze (Mentha x piperita)
sei vermutlich erst im 17. Jahrhundert als spontane Kreuzung aus
der Bachminze und der Ährenminze entstanden, hieß es.
Der Biologe John Ray entdeckte den natürlichen Dreifach-Bastard
den Angaben zufolge 1696 in einem englischen Garten und nannte
ihn wegen seines scharfen Geschmacks «Peppermint».
Aus genetischen Gründen könne die Pfefferminze nicht
aus Samen gezogen werden, hieß es. Sie werde vegetativ,
vor allem durch ihre Ausläufer und unterirdischen Triebe
vermehrt.
Mit dem Titel «Arzneipflanze
des Jahres» solle auch einmal eine tagtägliche gebrauchte
Heilpflanze geehrt werden, erklärte der Würzburger Studienkreis.
Im vergangenen Jahr hatte sich das Gremium für die Artischocke
entschieden.
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