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Studie:
Globale Erwärmung bedroht Wintersportgebiete
Dem Wintersport in den Alpen
droht wegen des Klimawandels vielerorts das Aus. In den kommenden
Jahrzehnten dürften aus Schneemangel die Skilifte häufig
stehen.
(jkm) - Viele Wintersportorte
könnten als Folge der globalen Erwärmung in ernsthafte
finanzielle Schwierigkeiten geraten. Zu diesem Schluss kommen
Schweizer Geographen in einer Studie, die sie jetzt auf einem
Fachkongress in Turin vorstellten. Demnach wird der Schnee künftig
vor allem in niederen Lagen spärlicher und weniger verlässlich
fallen. Entsprechend werde die Anziehungskraft dieser Gebiete
auf Touristen und Wintersportler sinken, gleichzeitig jedoch der
Druck auf empfindliche Hochgebirgsregionen steigen.
Gegenwärtig gälten etwa
85 Prozent aller Schweizer Skigebiete als schneesicher, so die
Forscher um Rolf Bürki an den Universitäten St. Gallen
und Zürich. Zukünftig könnte dieser Anteil auf
44 Prozent sinken. "Die Folgen des Klimawandels auf den Wintertourismus
könnten in Ländern wie Deutschland oder Österreich
sogar noch ausgeprägter sein, da ihre Skigebiete in geringeren
Höhen liegen." Als Beispiel für einen besonders
gefährdeten Wintersportort nannten sie das in lediglich 760
Metern Höhe gelegene Kitzbühel.
Für ihre Studie gingen die
Forscher von den Schätzungen des Intergovernmental Panel
on Climate Change (IPCC) aus. Demnach könnte die globale
Durchschnittstemperatur im Jahr 2100 um 1,4 bis 5,8 Grad Celsius
über der des Jahres 1990 liegen, wenn keine Gegenmaßnahmen
ergriffen werden. Die Resultate ihrer Arbeit präsentierten
sie auf der V. Weltkonferenz zu Sport und Umwelt in Turin, dem
Austragungsort der olympischen Winterspiele 2006.
Nordamerikanischen und australischen
Skigebieten könne ebenfalls ihre natürliche Grundlage
ausgehen, so Bürki und Kollegen. Sorge bereiten ihnen die
möglichen Konsequenzen für die empfindliche Umwelt der
Gebirge. Wenn der Schnee in tieferen Lagen ausbleibe, sei die
Produktion von Kunstschnee angesichts der gestiegenen Temperaturen
sehr teuer, wenn nicht unmöglich. Letztlich werde sich der
Tourismus mit seiner Infrastruktur daher in größere
Höhen verlagern und dort auf die naturgemäß kleinere
Fläche konzentrieren.
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