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Treibhauseffekt: Anstieg der Methan-Konzentration
vorerst gestoppt?
In den letzten Jahren ist die
Konzentration des gefährlichen Treibhausgases Methan in der
Erdatmosphäre nicht gestiegen.
(jkm) - Methan ist ein starkes
Treibhausgas und bewirkt etwa ein Sechstel der vom Menschen verursachten
Erwärmung. Eine amerikanisch-niederländische Forschergruppe
hat jetzt ermittelt, dass die Konzentration des Gases in der Atmosphäre
in den letzten Jahren nahezu konstant geblieben ist. Die Gründe
für das Phänomen sind ebenso unklar wie seine Dauerhaftigkeit.
"Unsere Beobachtung einer
über vier Jahre konstanten Methan-Konzentration in der Atmosphäre
ist mit Blick auf das Klima eine gute Nachricht", sagt Ed
Dlugokencky von der National Oceanic and Atmospheric Administration
(NOAA) in Boulder, Colorado. "Unser begrenztes Wissen um
die Ursachen macht es allerdings unmöglich vorherzusagen,
ob die Konzentration auch weiterhin konstant bleiben wird."
Dlugokencky und seine Kollegen
werteten Daten von 43 über den Erdball verteilten Messstationen
aus. Wie sie im Fachblatt "Geophysical Research Letters"
berichten, lag die globale Durchschnittskonzentration von Methan
in den Jahren 1999 bis 2002 stets bei etwa 1.751 ppb (parts per
billion) - entsprechend 1,7 Kubikzentimetern Methan pro Kubikmeter
Luft. Die Freisetzung von Methan, etwa aus der Landwirtschaft
oder der Erdgasförderung, und der Abbau, hauptsächlich
durch chemische Reaktionen in der Atmosphäre, haben sich
demnach im Mittel die Waage gehalten.
Laut den Forschern scheinen vor
allem die Emissionen auf der Nordhalbkugel Anfang der 90er-Jahre
deutlich gesunken zu sein. Eine mögliche Erklärung sei
die geringere Förderung fossiler Brennstoffe nach dem Ende
der Sowjetunion. "Dieser Rückgang der Methan-Freisetzung
könnte das globale Methan-Budget in einen Gleichgewichtszustand
gebracht haben", so Dlugokencky, "die Schwankungen der
Methan-Emissionen von Jahr zu Jahr sind allerdings zu groß,
um das mit Sicherheit sagen zu können."
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