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Klima:
Vulkane begünstigen El Niño
Vulkanausbrüche in den
Tropen verdoppeln die Wahrscheinlichkeit, dass im nächsten
Winter ein El Niño auftritt.
(jkm) - Offenbar begünstigt
von Vulkanen ausgestoßener Staub das Umschlagen der Luftdruckverhältnisse
über dem Pazifik - und damit Dürren und Waldbrände
auf der einen und starke Niederschläge sowie Krankheiten
auf der anderen Seite des Ozeans. Zu diesem Schluss kommen amerikanische
Klimaforscher im Magazin "Nature".

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ArtToday
Vulkanausbrüche,
wie hier auf Hawaii, können weitreichende Folgen
haben.
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Bereits früher sei beobachtet
worden, dass die Erwärmung des Ostpazifiks häufig nach
Vulkanausbrüchen auftrete, erläutert Michael Mann von
der University of Virginia in Charlottesville. Nicht zuletzt aufgrund
der spärlichen Datenbasis hätten viele Experten die
zeitliche Nähe jedoch für ein Zufallsphänomen gehalten.
"Nun haben wir eine umfangreiche Datenbasis, die zeigt, dass
der Zusammenhang zwischen Vulkanausbrüchen und einer erhöhten
El Niño-Wahrscheinlichkeit über mehrere Jahrhunderte
Bestand hat", so der Forscher.
Mann und sein Team analysierten
bis zu 350 Jahre altes Eis aus Bohrkernen sowie Korallen und Baumringe,
um in der Vergangenheit aufgetretene El Niños zu erkennen.
Weitere Eisbohrkerne und darin eingeschlossene Aerosole gaben
Aufschluss über Vulkanausbrüche. Die statistische Analyse
ergab, dass tatsächlich ein Zusammenhang zwischen den Ereignissen
besteht. Obwohl Staub und Aerosole in der Atmosphäre die
Sonneneinstrahlung verringern, scheinen sie die Erwärmung
im Ostpazifik zu begünstigen.
El Niño und seine kalte
Schwester La Niña sind extreme Schwingungen eines eng gekoppelten
Systems aus Wassertemperaturen und Luftdruck. Normalerweise treiben
die Passatwinde das Oberflächenwasser des äquatorialen
Pazifiks gen Westen, so dass vor Südamerika kühles Tiefenwasser
aufsteigt. Gerät dieses vom Wind getriebene Förderband
ins Stocken, kommt es zu einem El Niño. Schließlich
"schwappt" das vor Südostasien aufgestaute Wasser
in der Tiefe zurück gen Osten, bewirkt auf seinem Weg die
als La Niña bezeichnete Abkühlung und verleiht den
Passatwinden so neue Kraft.
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