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Wein aus England?
Klimawandel begünstigt Winzer
Der globale Temperaturanstieg
bringt der Landwirtschaft nicht nur Nachteile. Viele Weinbauregionen
der Erde profitieren vom Klimawandel.
(jkm) - Winzer werden sich in
den kommenden Jahrzehnten über bessere Ernten freuen können,
sagt ein amerikanischer Geologe voraus. Seiner Meinung nach haben
in den letzten 50 Jahren überall auf der Welt Winzer bereits
vom Klimawandel profitiert.
Gregory Jones von der Southern
Oregon University verglich die klimatische Entwicklung in den
27 besten Weinbauregionen der Erde und ihre Auswirkung auf die
Weinlese. Demnach hat der Temperaturanstieg der letzten fünf
Jahrzehnte die Reifezeit verlängert und die Ernten verbessert.
Dieser Trend werde sich fortsetzen, wenn die globale Erwärmung
der nächsten 50 Jahre tatsächlich wie erwartet zwei
Grad Celsius betrage, erklärte Jones auf dem Jahreskongress
der "Geological Society of America" in Seattle.
"Weintrauben sind als Gradmesser
gut geeignet", findet Jones. Zu den Profiteuren des Klimawandels
könnten seinen Berechnungen zufolge die Winzer am Rhein gehören.
Außerdem könnten Trauben in Gegenden reifen, die bisher
als zu kalt galten. So sei davon auszugehen, dass sich innerhalb
von 50 Jahren Südengland als Anbaugebiet etabliere.
Nachteile seien dagegen in der
Chianti-Region Italiens zu erwarten, weil dort schon heute die
Sommer sehr heiß werden könnten. Ein weiterer Temperaturanstieg
begünstige Pflanzenkrankheiten und Schädlingsbefall,
befürchtet Jones. Das Überleben traditioneller Anbaugebiete
hänge davon ab, wie schnell sich die Winzer mit neuen Rebsorten
auf den Klimawandel vorbereiteten.
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