|
USA:
Verzicht auf Milch begünstigt Knochenbrüche
Milch macht bekanntlich müde
Männer munter - und anscheinend auch die Knochen stark.
(jkm) - In den USA steigt die
Zahl der Knochenbrüche bei Jugendlichen. In zwei aktuellen
Studien machen Mediziner die Ernährungsgewohnheiten der Heranwachsenden
für die Unfälle verantwortlich. Junge US-Amerikaner
würden zu wenig Milch zu sich nehmen, kritisieren die Forscher.

©
ArtToday
Mediziner
empfehlen eine tägliche Kalzium-Aufnahme von 800
bis 1.300 Milligramm - am einfachsten geht dies über
Milchprodukte.
|
Einem Bericht im "Journal
of the American Medical Association" (JAMA) zufolge ist die
Zahl der Unterarmbrüche bei amerikanischen Jugendlichen deutlich
gestiegen. Verglichen wurden die Unfallstatistiken im Zeitraum
von 1999 bis 2001 mit Unfällen der Jahre 1969 bis 1971. Bei
Jungen nahm die Zahl der Unfälle um 32 Prozent zu, bei Mädchen
um 56 Prozent. Die Ursachen sind noch nicht ganz klar. Möglicherweise
werde mit der Nahrung zu wenig Kalzium aufgenommen, schreiben
die Forscher.
Diese Vermutung scheint eine zweite
Studie im "Journal of the American Dietetic Association"
bestätigen. Demnach weisen männliche Jugendliche, die
täglich Milch trinken, eine doppelt so hohe Knochendichte
auf wie ihre Altersgenossen, die Softdrinks und Säfte bevorzugen.
Wer auf Milch verzichte, nehme deutlich weniger Kalzium, Vitamin
A und Vitamin D auf, schreiben die Forscher.
Die Mediziner empfehlen eine tägliche
Kalzium-Aufnahme von 800 bis 1.300 Milligramm. Laut einer Statistik
des us-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums erreichen 90
Prozent der Mädchen und 70 Prozent der Jungen diese Menge
nicht.
"Eine der einfachsten Möglichkeiten,
den Kalzium-Anteil in der kindlichen Ernährung zu erhöhen,
besteht im Verzehr von Milchprodukten", sagt Karen Amorde-Spalding,
vom "Children's Hospital and Research Center" in Oakland.
Sie schlägt vor, die Jugendlichen mit aromatisierter Milch
und neuen Mixgetränken auf den Geschmack zu bringen.
|