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- 29.10.2003 -

 

 

 

 

 


 

Arktis: Eisdecke wird immer dünner

Eisbären bewegen sich auf immer dünnerem Eis: Durch die Klima-Erwärmung schwindet ihr Lebensraum in dramatischem Ausmaß.

(jkm) - Das Eis der Arktis ist selbst in den Wintermonaten dünner als bisher vermutet. Die durchschnittliche Stärke der Eisdecke beträgt kaum noch drei Meter. Durch den Rückgang des Eises droht der Polarbär seinen Lebensraum zu verlieren. Das berichten Wissenschaftler um Seymour Laxon vom University College London im Magazin "Nature".

Die Forscher berufen sich auf Satellitendaten aus den Jahren 1993 bis 2001. Demnach ist im Vergleich zu den 1960er Jahren die Eisdecke um 40 Prozent zurückgegangen. Bleiben offenes Meer und In der südlichen Beaufort See ist das Eis im Durchschnitt sogar nur 2,50 Meter dick. Im Jahr 1976 hatten Messungen mit U-Booten noch eine Stärke von 3,70 Meter ergeben.

Weil das Eis so dünn sei, wirken sich längere Sommer auf den arktischen Ozean stärker aus als auf die riesigen Gletscher der Antarktis. Verlängert sich der Sommer um nur einen Tag, so die Berechnung der Forscher, schmelzen zusätzliche 4,9 Zentimeter ab. Der Schwund bedroht besonders Polarbären, die auf dem Eis auf Robbenjagd gehen. Bei beschleunigter Eisschmelze verkürzt sich ihre jährliche Jagdsaison.

Die Schmelze könne sich zudem auf die globale Erwärmung der nördlichen Hemisphäre auswirken, weil weniger Sonnenlicht vom Eis reflektiert werde, schätzen die Forscher. Sie raten, die aktualisierten Werte in künftigen Klimasimulationen zu berücksichtigen.

 


© ArtToday

Der Rückgang des Eises in der Arktis bedroht den Lebensraum der Polarbären.


 Mehr Informationen:

Centre for Polar Observation and Modelling

Über Eisbären

vista verde: Klima

 

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