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Arktis: Eisdecke wird immer dünner
Eisbären bewegen sich
auf immer dünnerem Eis: Durch die Klima-Erwärmung schwindet
ihr Lebensraum in dramatischem Ausmaß.
(jkm) - Das Eis der Arktis ist
selbst in den Wintermonaten dünner als bisher vermutet. Die
durchschnittliche Stärke der Eisdecke beträgt kaum noch
drei Meter. Durch den Rückgang des Eises droht der Polarbär
seinen Lebensraum zu verlieren. Das berichten Wissenschaftler
um Seymour Laxon vom University College London im Magazin "Nature".
Die Forscher berufen sich auf
Satellitendaten aus den Jahren 1993 bis 2001. Demnach ist im Vergleich
zu den 1960er Jahren die Eisdecke um 40 Prozent zurückgegangen.
Bleiben offenes Meer und In der südlichen Beaufort See ist
das Eis im Durchschnitt sogar nur 2,50 Meter dick. Im Jahr 1976
hatten Messungen mit U-Booten noch eine Stärke von 3,70 Meter
ergeben.
Weil das Eis so dünn sei,
wirken sich längere Sommer auf den arktischen Ozean stärker
aus als auf die riesigen Gletscher der Antarktis. Verlängert
sich der Sommer um nur einen Tag, so die Berechnung der Forscher,
schmelzen zusätzliche 4,9 Zentimeter ab. Der Schwund bedroht
besonders Polarbären, die auf dem Eis auf Robbenjagd gehen.
Bei beschleunigter Eisschmelze verkürzt sich ihre jährliche
Jagdsaison.
Die Schmelze könne sich zudem
auf die globale Erwärmung der nördlichen Hemisphäre
auswirken, weil weniger Sonnenlicht vom Eis reflektiert werde,
schätzen die Forscher. Sie raten, die aktualisierten Werte
in künftigen Klimasimulationen zu berücksichtigen.
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