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Aktiv bis ins 500. Lebensjahr? Gen-Trick
verlängert Wurmleben
Mit wenigen genetischen Kniffen
haben Forscher in den USA die Lebensspanne von Fadenwürmern
versechsfacht.
Washington (dpa) - Die kleinen
Würmer (Caenorhabditis elegans) lebten durchschnittlich 124
Tage statt der sonst üblichen 20 Tage und erfreuten sich
bis zum Schluss bester Gesundheit. Auf Menschenjahre übertragen
erreichten sie bei uneingeschränkter Aktivität ein Alter
von 500 Jahren, berichten Nuno Arantes-Oliveira und Kolleginnen
von der Universität von Kalifornien in San Francisco (UCSF)
im Wissenschaftsjournal «Science» (Bd. 302, S. 611)
vom Freitag.
«Die Ergebnisse zeigen,
dass der Eingriff in eine kleine Anzahl von Genen und Gewebe eine
erhebliche Verlängerung des Lebens bewirken kann, offensichtlich
ohne dass die Gesundheit und Vitalität dadurch Schaden nimmt»,
schreiben die Autorinnen in «Science». Ihnen zufolge
wurde noch bei keinem anderen Organismus eine durchschnittliche
Verlängerung der Lebensspanne von dieser Größenordnung
erreicht.
Besonders faszinierend sei, dass
der Trick über die Veränderung von Genen gelang, die
in das Kontrollsystem für das Hormon Insulin eingebunden
sind. Dieses System spiele auch für die Lebensdauer vieler
anderer Organismen, Säugetiere und damit Menschen eingeschlossen,
eine entscheidende Rolle, heißt es in «Science».
Aus früheren Studien war
bereits bereits, dass ein spezielles Gen dieses Insulin-Kontrollsystems,
daf-2 genannt, lebensverlängernd wirken kann. Allerdings
verfielen junge Tiere mit mutiertem daf-2-Gen bei jenen Experimenten
in einen Ruhezustand («dauer»). Das Team um Arantes-Oliveira
schaffte es jetzt über weitere Manipulationen an daf-2, die
Lebensverlängerung auch ohne Ruhezustand zu erreichen.
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