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Klimaforschung: Wärmere Tropen bestätigen
Treibhaus-Theorie
Eine Klimaänderung vor
55 Milllionen Jahren bestätigt heutige Modellrechnungen,
denen zufolge der Ausstoß von Treibhausgasen zu einer deutlichen
Erwärmung der Erde führt.
(jkm) - Vor etwa 55 Millionen
Jahren stieg die Wassertemperatur im tropischen Pazifik vorübergehend
um bis zu fünf Grad Celsius, haben US-amerikanische und italienische
Geowissenschaftler ermittelt. Ihrer Ansicht nach bestätigt
der Befund die Resultate von Modellrechnungen, denen zufolge der
Ausstoß von Kohlendioxid und Methan zu einer deutlichen
Erwärmung der Erde führt.
"Die Vorhersagen der Modelle
scheinen im Einklang mit den geologischen Fakten zu sein",
sagt James Zachos von der University of California in Santa Cruz,
"daher würde ich sagen, dass sich die Theorie des Treibhausklimas
bester Gesundheit erfreut." Die Genauigkeit der Modellrechnungen
sei mitunter angezweifelt worden, so der Forscher. "Unsere
Studie zeigt jedoch, dass die Klimatologen richtig liegen."
Vor etwa 55 Millionen Jahren,
am Übergang vom Paläozän zum Eozän, kam es
zu einer sprunghaften Erwärmung der Erde, die vor allem auf
die Evolution der Säugetiere starken Einfluss hatte. Als
Auslöser gilt eine massive Freisetzung von Treibhausgasen
aus ozeanischen und terrestrischen Quellen.
Damals stieg die Oberflächentemperatur
der Meere in hohen Breiten um 8 bis 10 Grad Celsius. Theoretisch
sollten sich die tropischen Meere etwas weniger stark erwärmt
haben. Geologische Belege für diese Annahme fehlten bislang
jedoch.
Eben diese Lücke im Datenmaterial
glauben Zachos und seine Kollegen nun schließen zu können.
Das Team untersuchte Kalkschalen einzelliger Foraminiferen, die
sie aus einem Bohrkern vom Grund des Pazifiks geklaubt hatten.
Aus dem Gehalt der Schalen an Magnesium und dem schweren Sauerstoffisotop
O-18 folgern die Forscher, dass die Oberflächentemperaturen
im tropischen Pazifik über einen Zeitraum von 150.000 Jahren
rasch um 4 bis 5 Grad stiegen und sich langsam wieder normalisierten.
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