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Mehr Kontrast: Fledermäuse sehen
Breitband
Dank eines einzigartigen Mechanismus
können einige Fledermäuse auch ultraviolettes Licht
sehen.
(jkm) - Eine deutsch-guatemaltekische
Forschergruppe hat entdeckt, die Augen der Tiere zwar nur einen
Typ von Lichtrezeptoren aufweisen, dieser funktioniert jedoch
über einen breiten Bereich von Wellenlängen. Vermutlich
können die Flattertiere Nektarquellen im nächtlichen
Regenwald auf diese Weise besser ausmachen.
Viele Fische, Reptilien, Vögel
und Insekten können ultraviolettes Licht sehen. Nicht so
die meisten Säugetiere. "Im Laufe ihrer Entwicklung
haben die Plazentalier, die zusammen mit den Beuteltieren die
Gruppe der Säuger bilden, die bei anderen Wirbeltieren noch
vorhandene Anpassung an das UV-Sehen verloren", erläutert
York Winter von der Ludwig-Maximilians-Universität München.

© York Winter
Die Langzungen-Fledermaus
Glossophaga soricina kann ähnlich einem Kolibri förmlich
in der Luft stehen und Nektar aus Blüten lecken.
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Winters Labortier ist die Langzungenfledermaus
Glossophaga soricina. Ähnlich Kolibris kann der kleine Säuger
förmlich in der Luft stehen und Nektar aus Blüten lecken.
Diese sind mitunter violett gefärbt und reflektieren UV-Licht.
Damit passen sie gut zu dem Sehsystem ihrer Bestäuber, stellten
Winter und seine Kollegen fest, indem sie Fledermäusen unterschiedlich
gefärbte Kunstblüten anboten. Zwar sind die Tiere farbenblind,
da sie nur ein Sehpigment besitzen. Dieses arbeitet jedoch sowohl
im ultravioletten als auch im grünen Bereich des Lichtspektrums,
berichten die Forscher im Fachmagazin "Nature".
Einige Nager können dank
eines speziellen Lichtrezeptors ebenfalls UV-Licht sehen. Nach
Ansicht der Forscher nutzen die Fledermäuse dagegen aus,
dass auch das "normale" Sehpigment der als Stäbchen
bezeichneten Hell-Dunkel-Rezeptoren UV-Licht absorbieren kann.
Normalerweise werde dieser Lichtanteil durch Hornhaut, Linse und
Glaskörper geschluckt. "Eine Ausnahme sind aphakische
Menschen - Personen, denen die Linsen chirurgisch entfernt worden
sind", schreiben Winter und seine Kollegen. Bemerkenswerterweise
zeigten diese Menschen im Dämmerlicht eine ähnliche
spektrale Empfindlichkeit wie die Nektar schleckenden Langzungen.
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