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- 26.09.2003 -

 

 

 

 

 

 

 


 

Südpol: Ozonloch wieder gewachsen - zweitgrößtes bislang

Das Ozonloch über der Antarktis hat in diesem Jahr fast die dreifache Fläche Europas erreicht und ist damit das zweitgrößte, das jemals gemessen wurde.

Washington (dpa) - Nach Angaben der US- Weltraumbehörde NASA vom Donnerstag nahm das Ozonloch über dem Südpol Mitte September eine Fläche von 28,2 Millionen Quadratkilometern ein. Das bisher größte Ozonloch war im Jahr 2000 mit 29,8 Millionen Quadratkilometern gemessen worden.

 


© NASA

Das Ozonloch über der Antarktis am 11. September 2003.

 

Die Rekordhitze in Europa war kein Auslöser für die Ausdehnung des Ozonlochs. Ursache sind Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und andere Ozonkiller. Die Ausdehnung des Ozonlochs werde dann maßgeblich durch den Südpolarwirbel bestimmt, der dieses Jahr besonders stark gewesen sei, erläuterte Atmosphärenforscher Martin Schultz vom Max- Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. «Die Stärke und Größe des Polarwirbels schwankt von Natur aus von Jahr zu Jahr.» Die Klimaerwärmung habe zwar langfristige Auswirkungen auf das Ozonloch, aber von einem einzelnen heißen Sommer lasse sich die Größenzunahme nicht ableiten.

Wissenschaftler der NASA und der US-Wetterbehörde NOAA erklärten, extrem kalte Temperaturen besonders am Rand der Antarktis trügen zu einem Ausdünnen der Ozonschicht bei. Auch diese Temperaturen schwanken von Jahr zu Jahr stark. Im September 2002 war das Ozonloch nach NASA-Angaben knapp 21 Millionen Quadratkilometer groß.

Auf Grund des Montréal-Protokolls zum Schutz der Ozonschicht von 1987 hat die weltweite FCKW-Produktion stark abgenommen. Forscher vermuten daher, dass das Ozonloch über der Antarktis in etwa 50 Jahren verschwunden sein könnte. Experten weltweit fordern zudem den Produktionsstopp des Ozon zerstörenden Pflanzenschutzmittels Methylbromid.

 

 Mehr Informationen:

NASA

Stratosphärische Ozonschicht und Ozonloch

Die Ozonloch-Tour

vista verde: Ozonschicht

 

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