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Südpol: Ozonloch wieder gewachsen
- zweitgrößtes bislang
Das Ozonloch über der
Antarktis hat in diesem Jahr fast die dreifache Fläche Europas
erreicht und ist damit das zweitgrößte, das jemals
gemessen wurde.
Washington (dpa) - Nach Angaben
der US- Weltraumbehörde NASA vom Donnerstag nahm das Ozonloch
über dem Südpol Mitte September eine Fläche von
28,2 Millionen Quadratkilometern ein. Das bisher größte
Ozonloch war im Jahr 2000 mit 29,8 Millionen Quadratkilometern
gemessen worden.

© NASA
Das Ozonloch über
der Antarktis am 11. September 2003.
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Die Rekordhitze in Europa war
kein Auslöser für die Ausdehnung des Ozonlochs. Ursache
sind Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und andere Ozonkiller.
Die Ausdehnung des Ozonlochs werde dann maßgeblich durch
den Südpolarwirbel bestimmt, der dieses Jahr besonders stark
gewesen sei, erläuterte Atmosphärenforscher Martin Schultz
vom Max- Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. «Die
Stärke und Größe des Polarwirbels schwankt von
Natur aus von Jahr zu Jahr.» Die Klimaerwärmung habe
zwar langfristige Auswirkungen auf das Ozonloch, aber von einem
einzelnen heißen Sommer lasse sich die Größenzunahme
nicht ableiten.
Wissenschaftler der NASA und der
US-Wetterbehörde NOAA erklärten, extrem kalte Temperaturen
besonders am Rand der Antarktis trügen zu einem Ausdünnen
der Ozonschicht bei. Auch diese Temperaturen schwanken von Jahr
zu Jahr stark. Im September 2002 war das Ozonloch nach NASA-Angaben
knapp 21 Millionen Quadratkilometer groß.
Auf Grund des Montréal-Protokolls
zum Schutz der Ozonschicht von 1987 hat die weltweite FCKW-Produktion
stark abgenommen. Forscher vermuten daher, dass das Ozonloch über
der Antarktis in etwa 50 Jahren verschwunden sein könnte.
Experten weltweit fordern zudem den Produktionsstopp des Ozon
zerstörenden Pflanzenschutzmittels Methylbromid.
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