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Institut: Treibhausgas-Emissionen nehmen
weltweit zu
Sechs Jahre nach der Verabschiedung
des Kyoto- Protokolls 1997 sind die meisten Länder noch weit
von den damals verabredeten Klimaschutzzielen entfernt.
Berlin (dpa) - Dies geht aus
dem am Mittwoch vorgelegten Wochenbericht des Deutschen Instituts
für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hervor. Die Emissionen
von Kohlendioxid (CO2) sind demnach weltweit nach vorläufigen
Schätzungen im Jahr 2002 um fast 4 Prozent gegenüber
dem Vorjahr gestiegen. In den Entwicklungsländern lag der
Zuwachs sogar über 9 Prozent. Insgesamt waren die CO2-Emissionen
demnach 2002 um fast ein Fünftel höher als 1990.
Die EU hat nach Ansicht des DIW
mit der Verabschiedung einer Richtlinie zum Emissionshandel ihre
Vorreiterrolle bei der Umsetzung des Kyoto-Protokolls unterstrichen.
Allerdings lägen die meisten EU- Mitgliedstaaten noch weit
hinter den verabredeten Zielen zurück. Deutschland habe dagegen
gute Chancen, das Ziel einer Reduktion um 21 Prozent bis spätestens
2012 zu erreichen. Die westlichen Industrieländer hatten
sich zu einer Reduktion um 6,6 Prozent verpflichtet. Zwischen
1990 und 2000 ist der Ausstoß von Treibhausgasen dort jedoch
um mehr als 8 Prozent gestiegen.
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